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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  37.9% |
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  17.2% |
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  17.2% |
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CD-Review ::: Faith No More - Album Of The Year |
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Dies ist es also, das Album des Jahres. Ok, ok. Zu versuchen, "The Real Thing" oder gar "Angel Dust" noch zu toppen, ist von vornherein ein schier fruchtloses Unterfangen und so scheint auch der ausgesuchte Titel etwas weit hergeholt. Ja sicher, das "Album Of The Year" ist ohne weiteres ein grandioser Longplayer geworden, aber ist es wirklich innovativer oder bahnbrechend neu im Gegensatz zum vorherigen Schaffen von FNM?
Natürlich nicht! Klar gibt es immer eine Weiterentwicklung und Verfeinerung des ureigenen und von ihnen wegweisend beeinflußten Sounds, aber hat man denn was anderes erwartet!? Natürlich nicht! Wirkte "King For A Day" noch hier und da ein bißchen schnell zusammengezimmert, ist das neue Werk doch wesentlich ausgereifter und kalkulierter ausgefallen. Nicht so gradlinig hart in einem Stück wie der Vorgänger, sondern man nimmt sich Zeit für Experimente. So ist denn auch das neue Album dementsprechend weitgefächert ausgefallen, und bedient mehrere Geschmäcker. Man schreckt nicht davor zurück, Puder- sowie harten Würfelzucker zum Süßen zu verwenden. Schon genial auf seine Art, aber wie gesagt, nicht unbedingt bahnbrechend. So wird der Titel diesem Werk auch nicht so richtig gerecht.
Aber soll er das überhaupt? Wer's ernst nimmt und sich darüber aufregt, ist halt selber schuld. Wenn man Mike Patton kennt, weiß man, daß er nicht an Selbstüberschätzung leidet, sondern eher ein äußerst zynischer Zeitgenosse ist, und so kann wohl auch der Titel als gewollt übertrieben gewertet werden. Wenn man bedenkt, daß FNM mehr ein kreativer Zusammenschluß aus einer handvoll Individualisten, als eine wirkliche Band im herkömmlichen Sinne sind, muß man darauf gefaßt sein, daß einen nicht ein gradliniges und kalkulierbares Album erwartet. Denn alle Mitglieder betreiben nebenbei - oder vielleicht auch hauptsächlich - andere Projekte, deren verschiedenste Einflüsse in FNM einen musikalischen Schmelztiegel finden.
Und so ist auch Mike Pattons Gigolo-Tick einfach entwicklungstechnisch zu sehen (wegen schwarzem Anzug und Pomade im Haar), aber könnte sich trotzdem bitte einer bereit erklären, ihm diesen schrecklichen Schnauzbart zu entfernen?
Carsten A. Mohn
> Alle Beiträge von Carsten A. Mohn
Weitere CDs von Faith No More:
> King For A Day, Fool For A Lifetime
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