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CD-Review Eva Cassidy Imagine   CD-Review ::: Eva Cassidy - Imagine

Review Eva Cassidy - Imagine  
Review

Eva Cassidy
Imagine
Hot Records / Zomba
erschienen im August 2002
Jazz / Folk / Country
 
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Es gibt Platten, die kann man allein hören, andere zu zweit und wieder andere mit vielen. Diese Platte ist durchzogen von einer Intimität, die man oft nur allein versteht, einem raffinierten Ausdruck des Könnens einer Singer/Songwriterin, die ihresgleichen sucht. Es ist eine Compilation aus Jazz Standards, Folk und Country-Pop Stücken - aufgenommen zwischen 1987 und 1996, dem Todesjahr von Eva Cassidy. Im November 1996 starb sie, nur 4 Monate nachdem sie erfahren hatte, dass sie Krebs hat. Die Platte enthält keine Eigenkompositionen. Dennoch drückt Eva jedem Stück ihren eigenen Stempel auf. Sie singt als wäre alles von ihr selbst geschrieben. "Imagine" - John Lennons Stück ist auch enthalten - ist der Nachlass zum Märchen vom Aufstieg der Eva Cassidy, die man zu Auftritten sogar überreden musste, der Sängerin, die tragischerweise erst lange, nachdem sie tot war, zu Weltruhm gelangte. Im Jahr 2001 von der völlig unbekannten Barsängerin zum Weltstar – Ironie des Schicksals. Das Genie von Eva Cassidy lässt den Verdacht nicht zu, hier würde versucht, aus Restbeständen Geld zu machen. Nein, diese Frau konnte singen. Bill Straw von Blix Records hat diesen Sampler sorgsam und mit dem Segen der Familie Evas zusammengetragen. Nach dem grossen Erfolg des Albums "Time after Time" (2000) ist dies nun seine zweite Zusammenstellung mit bisher unveröffentlichtem Material, die sich auf regen Zuspruch in der Fangemeinde verlassen kann und neue Anhänger gewinnen wird. Zwischen Folk-Balladen wie "It Doesn't Matter Anymore" und "Tennessee Waltz", die einen im Pick-Up an ein ländliches Bachbett zum Angeln fahren oder einfach nur, um Liebeskummer zu haben, und dichtem Bargesang - nicht zuletzt mit „You've Changed“ outet sich Eva als Jazzdiva - liegt das breite Spektrum dieser Stimme. Ja aufgrund ihrer Vielseitigkeit wollten Major Labels sie nicht einmal haben. Selbst schuld.
 
Peter Backof
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