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CD-Review Erasure Nightbird   CD-Review ::: Erasure - Nightbird

Review Erasure - Nightbird  
Review

Erasure
Nightbird
Mute / Virgin / EMI
erschienen im Januar 2005
Pop
 
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Interview ::: März 2005
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Auf neuen Schwingen

Mit dem Album "Nightbird" (Mute) hat sich das britische Pop-Duo Erasure eindrucksvoll zurückgemeldet

Dass dieses Album an die mittlerweise als "klassisch" bezeichneten Erasure-Alben "The Innocents" oder "Wild!" erinnert, ist ziemlich weit hergeholt. Tatsächlich ist "Nightbird" von der Anlage her eher dem "Erasure"-Album von 1995 ähnlich. Von den Sounds her dagegen ist das elfte Studio-Album von Sänger Andy Bell (40) und Soundschmied Vince Clarke (44) eher eine Mischung aus "Chorus" und "Cowboy". Der größte Unterschied zu allen anderen Langspielern aber ist, dass "Nightbird" sehr auf den Gesang hin geschrieben und produziert ist - Sound-Spielereien gibt es nur wenige, alle Synthetik ist sehr zurückgenommen (krasses Gegenbeispiel: "I Say I Say I Say"). Man sollte dieses Album zunächst laut über die Stereoanlage hören, dann aber über Kopfhörer, um Andys unglaublich facettenreichen Gesang zu erleben. Clarke bietet im 20. (!) Erasure-Jahr etliche neue Synthie-Sounds, dafür nur wenige analoge Klänge aus den alten Synthesizern.

Die Songs:

"No Doubt"
Wohl einer der raffiniertesten Erasure-Songs aller Zeiten - ein wuchtiger, opulenter Opener mit balladesken Elementen, schwebend, nahezu magisch. Einfache Instrumentierung. Startet derzeit die Auftritte der "Erasure Show". Ein Erlebnis!

"Here I Go Impossible Again"
Mitreißende Midtempo-Nummer, die man unbedingt mehrfach hören muss. Vor allem der Refrain über dem reibenden, pulsierenden Soundteppich bleibt hängen. Dieser Song malt Bilder in den Kopf und ist sehr videotauglich.

"Let's Take One More Rocket To The Moon"
Knackig-kühles Intro - könnte aufs "Chorus"-Album passen. Leider kippt der Song dann ins Süßliche. Ein Hook fehlt - trotzdem eine betörende Nummer mit Soundlandschaften wie aus dem "Erasure"-Album. Fantastischer Gesang von Andy Bell.

"Breathe"
Eine perfekte Single, ein Chart-Erfolg! Hoher Wiedererkennungswert. Manko: Der Refrain, der ohnehin oft im Song auftaucht, ist in sich gedoppelt. Leider wird er nicht in der Tonhöhe variiert. Eine klitzekleine Veränderung im Refrain hätte diesem Song gut getan. Trotzdem: Highlight des Albums, sehr tanzbar. Und wenn man weiß, dass der Song aus einer Atemübung entstanden ist, gewinnt er einen gewissen Witz. "Breathe" war übrigens der letzte Song fürs Album, den Vince Clarke und Andy Bell geschrieben haben. Ein gutes Omen - "In My Arms" war das letzte "Cowboy”-Stück und der letzte, große kommerzielle Erfolg von Erasure mit einem selbstgeschriebenen Song. Und Gerüchten zu Folge trifft das auch auf "Always" zu ... Die Vorzeichen haben sich bewahrheitet.

"I'll Be There"
Ein Knaller im Stil von "Run To The Sun", leider sehr simpel und wenig einfallsreich. Dafür entschädigen aber viele Clarke-Sounds. Und auf einem Konzert wäre "I'll Be There" bestimmt ein Erlebnis.

"Because Our Love Is Real"
Der vielleicht schwächste Song von "Nightbird”, obwohl er so gefühlvoll ist. Man hört ihm an, dass er auf einer Gitarre komponiert wurde - daher ist das Stück sehr gut als Akustik-Version vorstellbar. Besonderer Reiz: Andy Bell war bei der Aufnahme heiser - gerade das aber verleiht dem Song ein wunderbares Tiembre.

"Don't Say You Love Me"
Der englische Begriff "Stomper” beschreibt diesen Song wohl am besten - klopfend, stampfend, voll mit brodelnder Elektronik - eine Partynummer. Mit Vocoder-Effekten à la Cher...

"All This Time Still Falling Out Of Love"
Böse gesagt: Ein Modern Talking-Song mit Billig-Refrain: "I Want It All/ You Can Take It Or Leave It...". Immerhin: ein paar beachtliche Beats aus dem analogen Synthie.

"I Broke It All In Two"
Superflauschige, fließende Ballade mit einem Instrumentalteil, der glatt aus der alten B-Seite "91 Steps” ("You Surround Me", 1989) kopiert sein könnte. Bells grandioser, bisweilen seht tiefer (Bass-) Gesang wird umspielt von unendlich vielen Clarke-Ideen, etwa von einer Glocken-Kaskade. Und irgendwie eine Hommage an ABBA ...

"Sweet Surrender"
Eine gute Laune-Nummer, beste Party-Musik, auch wenn das Intro leider an Kirmes-Techno erinnert. Hat man sonst das Gefühl, dass die Musik Bells Gesang umschmiegt, so hört sich dieser Song an, als würde der Gesang von der Musik schlicht mitgerissen.

"I Bet You're Mad At Me"
Ähnlich wie "Because You're So Sweet” der perfekte Rausschubser - Augen schließen, schwelgen. Bell singt fantastisch, während im Hintergrund unzählige feine Sounds explodieren - die beste Ballade, die Erasure jemals geschrieben haben - sehr rhythmisch und wie gemacht für eine Musical-Bühne.
 
Jens Höhner
> Alle Beiträge von Jens Höhner
 
Weitere CDs von Erasure:
> Light At The End Of The World
> Union Street
> Other People's Songs
> Loveboat


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