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CD-Review Echobrain Glean   CD-Review ::: Echobrain - Glean

Review Echobrain - Glean  
Review

Echobrain
Glean
Surfdog / Chalksounds / Sony Music
erschienen im Mai 2004
Alternative
 
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Dass man Echobrain unwillkürlich mit dem ehemaligen Metallica-Bassisten Jason Newsted in Verbindung bringt, lässt sich wohl nicht vermeiden und ist nach seinem Mitwirken beim Echobrain-Debüt sicherlich auch kein Fehler. Doch dieses Mal sitzen Jason Newsteds Finger nicht mehr an den vier Saiten, sondern am Reglerpult als ausführender Produzent.

"Glean", das Fazit darf jetzt schon gezogen werden, ist ein in weiten Teilen ruhiges, eher zum Chillen geeignetes Album, das dem ersten Höreindruck nach wenige Höhepunkte bietet. Musikalisch ohne Zweifel mit dem Prädikat "schwer in Ordnung", aber schon die ersten vier Songs schweben auf ein und derselben Wellenlänge durch den Raum. Der Opener "Jellyneck" hat zwar langsame Power, doch der Funke springt nur zögerlich über. Das Gefühl, dass etwas fehlt, zieht sich nahezu kontinuierlich durchs Album.

Richtig kraftvoll geht es erst bei "Out Of Reach" zur Sache – einem Midtempo-Rocker mit Kopfnicker- und Träum-Effekt. Klingt der Gesang bei "Jellyneck" arg nach dem alten Ozzy zu Black-Sabbath-Zeiten, könnte das auf "Out Of Reach" folgende, ruhig fließende "Seven Seconds" eine lupenreine Hommage an Layne Staley und den Rest von Alice In Chains darstellen. Einen ziemlich großen Spaßpunkt erhält dagegen das Woodstock grüßende "Beat As We Go" mit leicht reggae-angehauchtem Anfang und blumig-sonniger Stimmung. "Modern Science" verweilt dann auch gleich an Ort und Stelle – ein schöner Akustiksong mit fesselnder Atmosphäre. Höhepunkt des Albums bildet wohl das soulig-bluesig rockende "Hardheaded Woman".

"Glean" ist sicherlich alles andere als ein misslungenes Album, jedoch ist es auf keinen Fall so fesselnd, dass es sich lange im Hörgang festsetzt. Interessant ist Glean vor allem für diejenigen, denen die Melodien von Alice In Chains, wie z.B. von "Dirt" und der EP "Jar Of Flies", noch nicht bekannt sein sollten.
 
Michael Hinz
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