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CD-Review Early Man Closing In   CD-Review ::: Early Man - Closing In

Review Early Man - Closing In  
Review

Early Man
Closing In
Matador / Beggars Group / Indigo
erschienen im Oktober 2005
Modern Retro Metal
 
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SABBATH! Diese sieben Buchstaben erscheinen großformatig vor dem geistigen Auge des Hörers, nachdem "Closing In" das erste Mal durchgelaufen ist. Doch da ist noch mehr...

Metal rult auf dem Debüt von Mike Conte und Adam Bennatti alias Early Man, das laut Info "eine Hommage an so ziemlich alle wichtigen Rockbands der letzten 30 Jahre" darstellen soll. Demnach lassen sich etliche alte Bekannte aufzählen, die einem beim Hören von "Closing In" in den Sinn kommen. Black Sabbath haben klar die Schirmherrschaft übernommen, die eiserne Jungfrau kommt vorbeigehoppelt, Metallica spendieren ein paar Riffs, die es unverständlicherweise nicht auf "Ride The Lightning" geschafft haben und auch Mercyful Fate scheinen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben. Komplexität und Eingängigkeit sind hier die Zauberworte, doch statt sich dabei in instrumentaler Masturbation zu verlieren, werden die Songs durch einen satten Groove zusammengehalten, der den abwechslungsreichen Arrangements einen roten Faden verleiht. Ganz klarer Vorteil eines Duos (das mir jetzt bloß keiner mit "die White Stripes des Metal" kommt). Sänger Mike gebührt ein Kompliment dafür wie er variiert, auch wenn Ozzy natürlich allgegenwärtig ist, fühlt man sich auch mal an Alan Teccio (Hades / Watchtower) oder an Snake von Voivod erinnert. Was den gemeinen Headbanger freilich stutzig machen könnte, ist die Wahl des Labels (Matador hat sich mit Acts wie The Jon Spencer Blues Explosion oder Interpol ja nicht den Joey-DeMaio-Gedächnis-Orden am Bande verdient...), sowie die des Produzenten Matt Sweeney (Zwan, Guided By Voices). Doch wer sich vom Schubladendenken freimacht wird in Form eines famos rockenden Albums belohnt, für junge Hüpfer eine gut gemachte Geschichtsstunde, in der sie die Wurzeln des modernen Metals erkunden können, für alte Hasen ein wehmütiger Trip in die Vergangenheit. 100% Pommesgabel-kompatibel, aber 0% ver- oder angestaubt. Und das Beste daran: von den Jungs scheint das Ganze verdammt ernst gemeint!

Auf eine ganz besondere Art "truer" als vieles, was sich heutzutage Metal schimpft. Vielleicht nächsten Sommer auf einem der zahllosen Festivals?
 
Tom Küppers
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