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CD-Review Dutch Rare Groove Dutch Rare Groove   CD-Review ::: Dutch Rare Groove - Dutch Rare Groove

Review Dutch Rare Groove - Dutch Rare Groove  
Review

Dutch Rare Groove
Dutch Rare Groove
Supertracks / Groove Attack
erschienen im März 2006
Soul / Rare Groove / Funk
 
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Hätte man sich ja denken können, dass die Holländer bereits in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern über eine rege Soul- und Funk-Szene verfügten. Ich kenne es nur aus den Achtzigern, wenn man bei gelegentlichen Amsterdam-Trips den holländischen DJs nur neidisch über die Schultern gucken konnte. In Hamburg war von diesen Scheiben lediglich ein Bruchteil zu bekommen. Und dort erwerben ging damals leider auch nicht, weil man das Geld für "andere wichtige Dinge" noch benötigte...

Zurück zum Album. Hier spürt man den Schweiß bei jeder Nummer geradezu tropfen. Alle geben alles. Bläser, Orgel, Wah-Wah Klampfe... und ab! Nein, ich übertreibe, aber sehr entspannend ist der Sound auf weiten Teilen des Albums nicht. Es groovt immer kolossal. Man kann es auch gut hören, sonderlich catchy jedoch ist das fast alles nicht. Aber eben nur fast. Sehr viel Spaß macht "Funky Amsterdam" von Big John Russel, diesen funky Schieber wirst du so schnell nicht wieder los. Irre Nummer. Ein wirklicher Killer ist auch "Funky Limbo" von Dutch Rythm Steel & Show Band. Ein treibender funky Beat, getragen von einer Mörder-Bassline mit Calypso-Feeling. Der Song ist so tanzbar wie es klingt. Der dritte tolle Titel kommt von Billy Jones ("Look Out, Here I Come"). Soul vom allerfeinsten, mit einer guten Hookline. Der Rest ist nicht ganz meine Baustelle, aber mich würde brennend interessieren, was die holländischen Bands in den späten Siebzigern und Anfang der Achtziger so gemacht haben.

Die Bonus-CD, ein Soul-/Funk-Projekt von C-Mon und Kypski mit diversen Sängern und Musikern, das diese "Dutch Classics" teilweise interpretiert, ist gut gemacht, würde ich aber lieber live auf der Bühne erleben. Das wäre bestimmt interessant.
 
Der Heilige Thöm
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