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CD-Review ::: The Dillinger Escape Plan - The Dillinger Escape Plan (MCD) |
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Nein, kein neues Album der Math-Grind Shooting-Stars des letzten Jahres, sondern das Re-Release des ersten Lebenszeichens von The Dillinger Escape Plan. Ursprünglich 1997 in den USA erschienen, sorgte es dort schon für staunende Hörer, während Europa noch den Winterschlaf genießen durfte. Spätestens nach dem Erfolg von "Calculating Infinity" (Relapse), wurde die Veröffentlichung des sechs-Song-Werkes jedoch auch hierzulande unumgänglich. Zurecht, denn "The Dillinger Escape Plan" zeigt die Frickel-Noise-Grind Götter in absoluter Hochform und - ich traue mich kaum es auszusprechen - fast besser als auf dem späteren Topseller, den sie u.a. mit System Of A Down live präsentierten. Zwar wechseln sich auch hier aberwitzige Breaks, Rhythmen jenseits der Erklärbarkeit und Blastbeats im Speedrausch ab, doch das Songwriting ließ 1997 immerhin einzelnen Riffs Platz, sich zu entfalten. Das dies auf dem Folgealbum nicht mehr so war, sorgte anderseits für den Jazz-Anspruch des Fünfers und für Die-Hard-Fans, die nur das wirklich Abgefahrene honorieren. Es ist kein Geheimnis, dass Mike Patton (ex-Faith No More, jetzt Fantomas) als Gastsänger der in Kürze erscheinenden EP zur Verfügung stand. Wie auch immer, Fans der Formation müssen hier zugreifen, denn schließlich sind alle Trademarks der Bands auch auf dem Debüt zu finden und Neueinsteiger können sich dadurch langsam an das spätere und komplexere Werk herantasten. Die Frickel-Kreisch Orgien der Amerikaner sind eben einfach nichts für jedermanns Ohren.
Thorsten Wilms
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