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CD-Review Despairation Scenes From A Poetical Playground   CD-Review ::: Despairation - Scenes From A Poetical Playground

Review Despairation - Scenes From A Poetical Playground  
Review

Despairation
Scenes From A Poetical Playground
Moonstorm Records / EFA

Goth-Metal
 
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Letzte News ::: 28.05.2002

Ursprünglichen Gothic zur Jahrtausendwende zu machen, scheint eine schwer zu bewältigende Angelegenheit zu sein. Immer mehr Bands dieses Genres mit immer neuen, vermeintlich weltbewegenden Stilen und Thematiken rücken auf den arg umkämpften Markt vor. Dank Helden wie den Sisters Of Mercy oder (aktueller) Marylin Mansion ist Gothic zu einem viel benutzten, oft misshandelten Stilmittel geworden. Gothic wird gesellschaftsfähig.
Den reinen, ursprünglichen Gothic gibt es immer weniger, und so mischen auch Despairation diesen auf ihrer Platte mit Metal, jedoch ohne den Gothic-Gedanken zu verleugnen. Geil schnelle Songs wie "Martyr" oder "Dark Mother" lassen Schwarz-Ledermantel-Träger nur so mit ihrer langen Mähne schütteln. Ursprünglicher sind da Tracks wie "Dancing Into The Apocalyptic Sun" oder "Perception's Bitter Shores", welche den Hörer wunderbar ruhig und druckvoll in die Welt der Zauberer und Elfen entführen. Sozusagen ins Phantasia-Gothic-Land.
Mit "Anaesthesia" und " Fragile Wonderland" sind weitere sehr gut gemachte Dunkel-Rock-Songs auf dieser CD, welche sehr gut darstellen, wie Gothic in seinen Grundstrukturen vermischt werden kann, ohne als unglaubwürdig verstanden zu werden.
Die Band aus dem nördlichen Oberfranken bringt mit der vorliegenden Scheibe ihre erste Nicht-Eigenproduktion an den Mann. Vorher, auch unter der alten Schreibweise des Bandnamens "Desperation", produzierten sie selbst und veröffentlichten so ein Demo-Tape (Titel leider unbekannt) und eine CD namens "Winter 1945".
Jetzt, mit einem Plattenvertrag, bietet sich mehr potentiellen Zuhörern die Chance, diese wirklich gute Band einmal genauer kennen zu lernen. Für alle, die Gothic in einer etwas metalleneren Form lieben.
 
Holger Galla
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