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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  17.2% |
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CD-Review ::: Deine Lakaien - White Lies |
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In altbekannter Kollaboration machten sich die werten Herren Horn und Veljanov in den vergangenen drei Jahren rar. "Kasmodiah" war das letzte offizielle Lebenszeichen der Lakaien; zwischenzeitlich akklimatisierten sich die Goth-Protagonisten der ersten Stunde auf Solopfaden oder innerhalb neuer Projekte.
Jetzt haben die Schwarzkittel-Legenden wieder zueinander gefunden und demonstrieren beispiellos, dass sie im Doppelpack hervorragend miteinander harmonisieren. Alexanders scheinbar angeborener Hang zur kitschigen Romantik wird vom klassischen Soundtüftler Ernst angenehm in seine Schranken gewiesen, nimmt gleichzeitig jedoch auch eine gehörige Portion Sterilität aus dem fein gewebten Horn'schen Klangbild.
"White Lies" setzt da an, wo der Vorgänger aufhörte: Wenig experimentelle Wegbeschreitungen, dafür hellschwarzer Gruft-Pop, der auch außerhalb der Szene-Clubs seine Hörerschaft finden wird. Trotz auffälliger Depression und schmerzhaftem Leiden, wagen Deine Lakeien as usual den einen oder anderen ironischen Seitenhieb auf die Gesellschaft ("Stupid") und reichen bei aufkommendem Tränenschwall selbst das Taschentuch.
Viel Orchestrales ist auf dem durchgehend spärlich instrumentierten Album zu hören; typisch gothic-tauglicher Bombast fehlt glücklicherweise gänzlich. Statt dessen dürfen respektable Medieval-Anleihen und ein Hauch von aggressivem Industrial kurzzeitig das Steuer in die Hand nehmen, ehe man zur trüb-beschaulichen Tristesse zurückkehrt.
Fazit: Ein geschlossener Songkomplex ohne Bruch, der den Lakaien einen ausgesprochen guten Start ins Musikjahr eröffnen dürfte.
Inga Stumpf
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Weitere CDs von Deine Lakaien:
> Live In Concert 2002 > Acoustic
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