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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: De/Vision - Devolution |
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De/Vision sind im Electro-Pop für alle angekommen. Nach "Two", dem ersten Werk als Duo, setzen Steffen (voc, synth) und Thomas (synth, sec. voc) den dort eingeschlagenen Weg der eingängigen, melodischen Sounds auf "Devolution" zusammen mit ihrem Produzenten Josef Bach konsequent fort, ohne dabei in Oberflächlichkeiten zu verfallen. Dazu kommt die Lust am Tanzbaren: Stücke wie "Sadness", "When The World Disappears" oder "Mary Jane" sind auf Up-Tempo-Gerüsten aus der Beat-Box aufgebaut, die wie bei "Drifting Sideways” sogar mit House-Rhythmen flirten - und unentrinnbar auf den Tanzflur zwingen. Darüber legen De/Vision, wie auf allen Alben, melancholische, düstere Melodieführungen, in die sich auf "Devolution" viele freundliche Akkordfolgen eingeschlichen haben, die hier und da auch mal an die Pet Shop Boys erinnern ("When The World Disappears"). Ihre Wave-Wurzeln scheinen dennoch immer wieder durch, denn die transportierte Atmosphäre ist besonders in den Balladen finster ("A New Dawn", "The Day's Not Done"). Dabei gerieten diese Stücke meist ein wenig zu langatmig. Die musikalische Nähe zu Depeche Mode färbt nicht so sehr ab, dass De/Vision deren Melodramatik und schwere, schwarze Süße in den ruhigen Stücken gelingt. Dazu packt der oft leidenschaftslose Gesang nicht richtig und die Melodien legen nur lockere Fesseln an. Dennoch ist jeder Song ausgefeilt arrangiert, gut durchkomponiert, nichts läuft ins Leere. Der ganz große Wurf ist "Devolution" zwar noch nicht, aber De/Vision ist bei einem wiedererkennbaren, eigenen Stil angekommen. Und das ist mehr, als viele Bands von sich behaupten können.
Thorsten Schatz
> Alle Beiträge von Thorsten Schatz
Weitere CDs von De/Vision:
> Two (2) > Two > Void
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