 |


|
Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
|
| Berlin |
 |
  37.9% |
 |
| eine andere |
 |
  20.7% |
 |
| Hamburg |
 |
  17.2% |
 |
| Köln |
 |
  17.2% |
 |
| München |
 |
  6.9% |
 |
|
|
|
|
|
 |
| |
 |
CD-Review ::: De/Vision - Two |
 |
De/Vision werden von vielerlei Seiten beharrlich als Depeche-Mode-Epigonen abgekanzelt. Und wahrlich: Nicht selten lassen sich Übereinstimmungen zwischen den deutschen und den britischen Urgesteinen des Synthie-Pop feststellen. Da erahnt man plötzlich Martin Gore als Soundtüftler im Background und hier leiht Dave Gahan der einen oder anderen Nummer seine Stimme. Copy and paste? Vor ein paar Jahren hätte sich das nur schwer leugnen lassen.
Missmutig und verkrampft also eher die Stimmung beim Eintreffen von "Two". Man erinnert sich an die letzten Ausflüge der mittlerweile aufs Duo geschrumpften Combo ins Land von Techno, Trance und anderen Scheußlichkeiten und erwartet ähnliches Gehämmer auf dem neuesten Werk der Berliner. Aber schließlich kommt es immer anders, als man denkt - und so kommt mit "Two" eines der wohl besten Düster-Elektro-Pop-Rock-Releases seit Gary Numans "Pure".
Noisy und brachiale Gitarrenwände, monumentale Streicher, bezaubernd bittersüße Arrangements und tiefschwarzes Gedankengut unweit der Depression. Sänger Steffen Keth und Klangtüftler Thomas Adam haben sich kräftig ins Zeug gelegt, um bereits zu sehr festsitzenden Klischees ein unwiderrufliches Ende zu setzen.
Während sich Depeche Mode in mehr oder weniger neue Gefilde wagen, kehren De/Vision zurück zu dem, was sie wirklich können. Modischer Schnickschnack und leidige Einflüsse der trendigen Musikkultur sind den beiden Berlinern nur ein müdes Lächeln wert. Getreu der Volksweisheit, die schon so mancher vor ihnen hätte befolgen sollen, bleiben Steffen und Thomas bei ihren Leisten, sprich: den melancholischen Ohrwurmsongs im Schwarzkittel-Gewand.
Fazit: Zwei Jahre nach dem eher verschreckenden Album "Void" ist De/Vision ein äußerst schmackhafter Wiedereinstieg ins Business gelungen. Böse Zungen mögen behaupten, dass dem Duo dank dem Weggang zweier Bandkollegen nun endlich wieder Tür und Tor bei jeglicher kreativer Entfaltung offenstehen. Weniger nachtragende Zeitgenossen sprechen einfach von "was uns nicht umbringt, macht uns stark". Aber wie auch immer: Blackness and darkness forever, my dear.
Inga Stumpf
> Alle Beiträge von Inga Stumpf
Weitere CDs von De/Vision:
> Devolution > Two (2) > Void
 |
De/Vision bei ebay |
 |
|
|
|
 |





|
 |