 |


|
Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
|
| Berlin |
 |
  37.9% |
 |
| eine andere |
 |
  20.7% |
 |
| Hamburg |
 |
  17.2% |
 |
| Köln |
 |
  17.2% |
 |
| München |
 |
  6.9% |
 |
|
|
|
|
|
 |
| |
 |
CD-Review ::: David Bowie - Ziggy Stardust And The Spiders From Mars - The Motion Picture Soundtrack |
 |
"Nie wieder!” Das verkündete David Bowie kurz vor diesem denkwürdigen Konzert im Hammersmith Odeon in London am 3. Juli 1973. Dieser Auftritt sollte sein letzter sein. Und dementsprechend emotional aufgeladen agierte das Publikum und verhielt sich sogar Bowie, der damals oft recht distanzierte Performances lieferte.
Anfang der 70er Jahre war er auf einem der ersten Höhepunkte seiner langen Karriere – in deren Verlauf er natürlich wieder auf die Bühne stieg. Die Fans lagen ihm zu Füßen. Und jetzt? Nie mehr Bowie live? Sein Publikum weinte, rief, klatschte bei diesem vermeintlich letzten Konzert. Die Emotionen kochte teilweise so lautstark hoch, dass Bowie immer wieder um Ruhe bitten musste ("My Death").
Dieses Ereignis verarbeitete Regisseur Donn Alan Pennebaker zu einem eindringlichen Konzertfilm, dessen Soundtrack pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum der Show dieser Tage noch einmal herauskommt. Dabei ist die Ausstattung der CD recht dürftig: keine Konzertfotos im Booklet, keine Liner Notes, keine Informationen darüber, wer oder was Ziggy Stardust sein soll: Nichts erfährt man über den Glam Rock, den Bowie damals wie kein anderer repräsentierte. Kein Wort über seinen Drang zur Selbstinszenierung und die Weltflucht in die eigene Innerlichkeit. Genau dafür steht der androgyne und laszive Ziggy, dessen Geschichte Bowie erzählt.
Wenigstens enthält das Booklet einen Bericht von Pennebaker selbst, der von den Dreharbeiten und der aufgeheizten Stimmung während des Konzertes erzählt. Dazu kommen einige Zeitungsausschnitte, die das aufgeregte Medienecho vor Augen führen, das die Ankündigung der "letzten" Show Bowies auslöste.
Und die ist erstklassig. Bowie liefert frühe Klassiker wie "All The Young Dudes", "Ziggy Stardust" oder "Space Oddity". Als kleine Schmankerl kommen noch "Let’s Spend The Night Together" von den Stones und "White Light/White Heat" von Lou Reed hinzu. Dabei fängt Bowie unterkühlt an, steigert sich aber in seinem Gefühlsausdruck und ist am Ende hörbar von der Begeisterung und der Wärme des Publikums gerührt ("Farewell Speech", "Rock’n’Roll Suicide"). Besonders im zweiten Teil lässt er seine Stimme und Stimmung von der Leine, wie auch die Band, die sich zwar ab und zu ein wenig zu sehr in ausgedehnten Gitarren-Soli-Schrammeleien verliert. Aber die "Spiders" Mick Ronson (Guitars/Piano/Mellotron), Trevor Bolder (Bass Guitar), Mick Woodmansey (Drums) liefern ein grundsolides Fundament, das den Ansprüchen ihres pedantischen und perfektionistischen Chefs vollauf genügt haben muss.
Die Atmosphäre des Konzertes bzw. Filmes kann die CD nur erahnen lassen. Die vermittelt die DVD, die sehr informativ und üppig ausgestattet ist, weitaus besser. Bowie-Fans, Nostalgiker und musikhistorisch Neugierige, die sich nur für die Musik interessieren, können sich aber bedenkenlos das Album zulegen.
Thorsten Schatz
> Alle Beiträge von Thorsten Schatz
Weitere CDs von David Bowie:
> David Live > Stage > Black Tie, White Noise (Special Edition) > Heathen > Outside
 |
David Bowie bei ebay |
 |
|
|
|
 |





|
 |