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CD-Review Danzig The Lost Tracks Of Danzig   CD-Review ::: Danzig - The Lost Tracks Of Danzig

Review Danzig - The Lost Tracks Of Danzig  
Review

Danzig
The Lost Tracks Of Danzig
Evilive / Soulfood
erschienen im Juni 2007
Dark Rock
 
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Interview ::: Mai 2004
Interview ::: Dezember 2002
Story ::: Dezember 2002
Bandpage
Letzte News ::: 08.08.2002

Bei der Zusammenstellung von B-Seiten, Outtakes, Raritäten und Coverversionen ist naturgemäß Skepsis angezeigt. Meist sind diese Sammelsurien wie ein Sack aus der Altkleidersammlung. Jede Menge altes, muffiges Zeug und kaum etwas Brauchbares dabei. Nicht so im Falle eines gewissen Herrn Danzig.

Der kleine Mann mit der einst großen Stimme liefert mit dieser 115-minütigen Doppel-CD nicht nur Gegenwert für's Geld, sondern weitgehend auch Qualität. Jedenfalls finden sich unter den 26 chronologisch sortierten Tracks einige Perlen, von denen man sich zwangsläufig fragt, warum man sie nicht schon viel früher zu Gehör bekommen hat. Die Begründung liefert der Beipackzettel: Mal stimmte das Feeling nicht, mal entschieden Produzenten wie Rick Rubin sich gegen manchen Song. Für solch saustarke Stücke wie "Cold, Cold Rain" (aus den "Danzig II: Lucifuge"-Sessions) oder dem einst auf der "Mother"-Live-Maxi versteckten "When Death Had No Name" gilt definitiv: besser spät als gar nicht. Überhaupt ist es eine wahre Freude vor allem älteren Stücken zu lauschen - machen sie dem Hörer doch bewusst, dass Danzig mal ein Großer war, bevor er kreativ ziemlich abkackte und fast nur noch laue bis katastrophale Platten mit austauschbaren Mietmusikern zustande brachte.

An dem positiven Gesamteindruck von "The Lost Tracks Of Danzig" ändern auch die handvoll Rohrkrepierer nix, die immerhin auch irgendwie das Gesamtschaffen des einstigen Misfits-Sängers reflektieren. Genauso wie die Gänsehaut beim Hören solcher Glanztaten wie "Pain Is Like An Animal", "You Should Be Dying", "Crawl Across Your Killing Floor", "Bound By Blood" (klingt schwer nach "Devil's Plaything"), "Caught In My Eye" oder "Soul Eater".

Fazit: Endlich mal wieder eine wertige Veröffentlichung für Danzig-Fans. Nicht alle Stücke überzeugen, aber in der Summe überwiegen Perlen, die eingefleischten Anhängern des einstigen Schinkengottes wohlige Schauer über den Rücken jagen dürften. Bleibt zu hoffen, dass der gute Glenn sich in Zukunft mal wieder auf seine alten Stärken besinnt. Er kann's doch.
 
Joachim Brysch
> Alle Beiträge von Joachim Brysch
 
Weitere CDs von Danzig:
> 7:77: I Luciferi
> Live On The Black Hand Side
> IV


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