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CD-Review Daemons Embrace Nocturnal Overture   CD-Review ::: Daemons Embrace - Nocturnal Overture

Review Daemons Embrace - Nocturnal Overture  
Review

Daemons Embrace
Nocturnal Overture
Daemons Embrace / Eigenvertrieb E.-Barlach-Str. 9

Black Metal
 
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Bei Daemons Embrace handelt es sich um eine noch recht junge Band aus dem kühlen Norden Deutschlands.
Und um dies kartographisch auch darzustellen soll noch die Heimatstadt der vier Mannen erwähnt werden, als da wäre das Fischbrötchen-Dorf Oldenburg. Doch genug der Schwafelei, denn Musik machen Daemons Embrace schließlich auch noch.
So hatte ich bis zu jenem Abend, an welchem ich die Jungs auf einem Live Gig unweit meiner Behausung kennenlernen sollte, noch keinerlei Ahnung ob der rohen Gewalt, die die Band bei ihren Auftritten versprüht. Nach einem eher ermüdenden Vorprogramm diverser mehr oder weniger begabter Gruppen, traten Daemons Embrace als vorletzte Band auf, um dem ebenfalls ermüdeten Häuflein Black Metal-Maniacs noch einen Funken Leben einzuhauchen. Dies gelang denn auch mit Bravour, als sich unweit zu Füßen des tobenden, mal grunzenden, mal kreischenden und vor Energie nur so strotzenden Front-Shouters eine illustre Menge wild abmoshender Freaks einfand.
Angesichts des doch eher erschreckend üblen Sounds, der die ganze Zeit von einem extrem betrunkenen Tontechniker zusammengefrickelt wurde, ließ ich es mir trotz allem nicht nehmen, eine Promo-CD zu ergattern.
Tja, und das gute Stück will denn partout auch nicht aus meinem CD-Player verschwinden. Zu ungeheuerlich ist die Intensität, die der Silberling versprüht. So etwas hätte ich bei weitem nicht erwartet. Abgerundet wird das Ganze durch eine für Black-Metal-Alben eher untypische, fette Produktion, feine Gitarren-Arangements und einen Drummer, der zur Aufnahme wahrscheinlich auf Speed oder noch böseren Drogen war.
Sicherlich, den ein oder anderen Wermutstropfen gibt es auch. Wobei hier insbesondere das zum Teil schlecht gemasterte Schlagzeug zu bemängeln ist, was dem Hörspaß im Großen und Ganzen aber keinen Abbruch beschert. Auch die Spielzeit von gerade einmal 31 Minuten ist eher dürftig ausgefallen, aber man hat schließlich auch schon Schlimmeres erlebt.
So bleibt schlußendlich festzustellen, daß der, der bodenständigen Black Metal aus hiesigen Breiten mag, mit dem Erwerb dieses Silberlings einer aufstrebenden Band zum hoffentlich schnellen Erfolg verhilft. Verdient hätte es das sympathische Quartett allemal. Aber auch live sollte man das Ganze einmal begutachten, denn hier offenbaren Daemons Embrace ihr größtes Potential.
 
Claas Capellen
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