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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Dacia & The WMD - Dacia & The WMD |
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Rock und Schwabenland sind ja nicht gerade zwingend kompatibel. So gesehen kann das Debüt von Dacia & The WMD aus Stuttgart durchaus als geglückt gelten. Bei Dacia handelt es sich um Dacia Bridges, früher mäßig erfolgreich bei Tape, WMD steht als Kürzel für das posige "Weapons Of Mass Destruction". Dahinter verbergen sich Alex Scholpp und Ralf Botzenhart, ehemals Farmer Boys, sowie Alex Menichini (ex-stereo.pilot).
Positiv ins Gewicht fällt die wandlungsfähige Stimme der Amerikanerin Dacia, die von süßlich-poppig bis biestig-rockig reicht. Zudem hat die Band eine handvoll straighter, gut nach vorne gehender Rocker zu bieten, etwa "Who's To Say", "6", "My Reality", "The Communist", "First Time" oder "The Universe". "How Long" hat zudem zweifelsohne das Zeug zur Single. Hier und da gesellen sich sogar metallische Ambitionen in den Sound der Band. Mehrheitlich aber endet der Ausflug in härtere Gefilde auf Augenhöhe mit Acts wie Guano Apes, Die Happy oder auch Skunk Anansie (dessen Martin Ivor Kent, bzw. "Ace" die Scheibe gleich produziert hat).
Dass auf dem Debüt noch nicht alles Gold ist, was unter der transparenten Produktion glänzt, zeigen Stücke wie "Rockabilly Bitch", "Stop And Stare", "Change The World" oder "Intensify". Mal zu sperrig, mal mit Allerweltsrefrains ausgestattet oder einfach uninspiriert, hapert es hier und da noch am songwriterischen Finetuning. Da hilft es nur bedingt, dass Lemmy von Motörhead bei der Ballade "Losing You" mitträllern darf. Immerhin hat man offenbar ausreichend Vitamin B am Start. Sei's drum: Unter dem Strich bieten die 14 Stücke auf "Dacia + The WMD" mehr Licht als Schatten und sind daher auf jeden Fall eine Hörprobe wert.
Joachim Brysch
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