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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Crydamoure - Waves |
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Ich gebe es gleich am Anfang zu: Ich habe keine Ahnung von House! Ich kenne die Szene in Chicago nicht, mich kennt dort auch keiner - außer vielleicht meinem Großonkel Franz, der mittlerweile wahrscheinlich 100 ist und dem Undergroundhits wie "Printer", "Buzz One" und "Frantic Freddy II" vermutlich genauso wenig sagen wie mir. Aber - und da bin ich meinem Großonkel um einen winzigen Vorteil voraus - den Namen Guy-Manuel de Homen-Christo habe ich schon mal gehört und ein kurzer Blick ins Bandinfo verrät, dass es sich bei ihm um eine Daft Punk-Hälfte handelt, was ich spätestens beim ersten Track gecheckt hätte.
Zusammen mit Eric "Rico" Chédeville gründete Guy-Manuel das Label "Crydamoure" und weil so ein Label ja auch was veröffentlichen möchte, starteten die beiden richtig durch und gründeten auch noch das Duo Le Knight Club. Nach sechs Jahren Labelarbeit ziehen die Franzosen nun ein musikalisches Resümee (in diesem Fall ein resumée) und das fällt sehr spektakulär und umfangreich aus. Auf 24 Tracks lassen alle Beteiligten (inkl. dem geneigten Zuhörer) mächtig die Sau fliegen: Sperriger Funk, schrottige Gitarrensounds, heftigste Bässe, sehr entspannter House mit Meeresrauschen, dann wieder volle Attacke, streckenweise etwas zu eintönig für mein Ohr und somit den Daft Punk-Alben nicht ganz unähnlich, dann aber wieder durchaus überraschend und verschiedenste Einflüsse einbeziehend. "Waves" - gemixt von Le Knight Club macht Lust auf mehr House. Ich werde die Platte mal meinem Chicagoer Großonkel weiterempfehlen. Und nicht nur ihm!
Oliver Hochscheid
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