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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Cosmotron - Antiparallel |
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Eigentlich wollten sie sich Mellotron nennen, nach der schönen, alten Siebzigerjahre Tasten-Sequenzermischung. Der Name war leider schon vergeben. Dann konnten sich die fünf Bremer darauf einigen, dass ihre Musik kosmisch wirkt und der Name war geboren. Dass er nebenbei in der Kernphysik einen Teilchenbeschleuniger bezeichnet, war ebenfalls willkommen, da sie die damit verbundene Dynamik ebenfalls für angemessen hielten. Mit dieser Einstellung liegen die Junge zwischen zwanzig und dreiunddreißig nicht ganz daneben.
Vorweg: Cosmotron weiß mit kräftigem Rock zu überzeugen, der am besten in die Sparte Alternative einzuordnen wäre. Mit "The Dog-Show" geht es gleich in die Vollen. Ein cooles Riff regt zum Kopfschütteln an, der Gesang von André Hubert weist die Richtung: Melodie und Kraft ist das Motto. Mit der zweiten Nummer zeigen die Hansestädter, dass sie auch ein Auge für Feinheiten und Effekte haben, ohne es übertreiben zu müssen. Mit "Picturefreak" liegt die lockere Chart-Rocknummer mit zeitweiliger Schwere vor, "Just Anyone" überzeugt balladesk, genauso wie "The Indication Of One's Baser Instinct", welches vielleicht noch ein wenig mehr Siebzigerjahre Einfluss birgt. Der Titelsong, wieder ein Begriff aus der Physik, drückt musikalisch die Ungleichförmigkeit wunderbar aus, ohne Dissonant zu werden.
"Antiparallel" ist eine empfehlenswerte und kraftvolle Scheibe und darüber hinaus ein wunderbar gelungenes Debüt. Die fünf Bremer, die bereits mit Dredg und Sparta tourten, werden sicher noch von sich hören lassen.
Ulf Kneiding
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