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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Contradiction - The Voice Of Hatred |
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Seit fast zwei Jahrzehnten arbeiten die Wuppertaler Heroen des Thrash daran, ihren eigenen Kopf durchzusetzen. Und das hat durchaus nichts mit der Musik zu tun, die ist zumindest für die Szene inzwischen mit Prädikat versehen, sondern in erster Linie mit den Produktionsbedingungen. In grauer Vorzeit gerieten die vier aus dem Bergischen mit einem Label aneinander und hatten danach einfach die Schnauze voll von Geschäftsleuten.
Abhilfe boten da eigentlich nur der eigene Schweiß, viel Beharrlichkeit und der absolute Glaube an sich selbst. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, denn ohne auch die kleinste Unterstützung einer auch nur ansatzweise nach Business riechenden Einrichtung verkauften sie ihre ersten drei Alben jeweils deutlich vierstellig, stampften mit Blast It! einen Musikerverbund aus dem Boden, der ihnen und einem Dutzend weiterer Gruppen reichlich Auftritte im In- und Ausland beschert und waren frisch zum Release ihres vierten Albums auf Tour mit Overkill.
Dass sie dann noch im März 2005 auf Sabina Classen trafen, war eigentlich schon fast Bestimmung, denn die Metal-Ikone mit der unglaublichen Stimme von Holy Moses steht zumindest für ganz ähnliche Ideen und sicher die gleiche Beharrlichkeit. Zufall kann es dann eigentlich auch nicht gewesen sein, dass Sabina gerade ein Label - klar, Armageddon Music - gründete und fast schon zwangsläufig sind stehenden Fußes Contradiction auf diesem Label gelandet. Eigentlich eine fast schon zu Herzen gehende Geschichte in diesen düsteren Zeiten - Prost oder auch juhu!
Zur Musik auf "The Voice Of Hatred" gibt es selbstverständlich auch noch das ein oder andere zu sagen, und das ist schon überraschend, positiv überraschend. Nicht, dass Contradiction jemals langweiliges Material auf den Weg gebracht hätten, aber ihr viertes Album hat gegenüber älteren Produktionen deutlich hinzugewonnen. Der Vierer zeigt sich konsumierbarer, ohne sich anzubiedern, bringt mehr Melodie, ohne in Lieblichkeit zu verfallen, und hat auch gleich eine noch ordentlichere Portion moshbaren Groove dazu gepackt. Härte ist nicht verloren gegangen, Geschwindigkeit und Kompromisslosigkeit sind Programm und das alles vor dem Hintergrund einer inhaltlichen Dynamik, die vom ultrabrutalen Shouting mit Double-Bass-Attacke und Highspeed-Riffing bis zu fast schon gedankenverlorenen, einzeln angeschlagenen Gitarrentönen geht. Keine Frage auch Shouter Oliver Lux haben die vergangenen Jahre in verschiedenen anderen Projekten gut getan und auch solche Kleinigkeiten wie Songwriting und Arrangement sind bemerkenswert verfeinert.
Bleiben noch Sound und Produktion. Letztere kommt von Joachim Kopka in der Sound Union (z.B. Autopsy, Morgoth, Poltergeist…) und das Mastering wurde von Tim Buktu in der Manufaktur veredelt. Zusammen mit weit verbesserten Aufnahmemöglichkeiten haben wir hier eine wirklich bemerkenswerte kleine silberne Scheibe, die ihren Weg machen wird…
…fast möchte ich sagen in die Annalen des Metal. Stimmt aber nicht zwangsläufig, denn auch Contradiction kochen nur mit Wasser. Ich lege mich da mal etwas vorsichtiger fest: "The Voice Of Hatred" hat das Zeug zum Klassiker, und bei dem Stehvermögen des Vierers müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn die Herren mich Lügen strafen wollten!
Dirk Jessewitsch
> Alle Beiträge von Dirk Jessewitsch
Weitere CDs von Contradiction:
> Contraminated > All We Hate! > Rules Of Peace
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Contradiction bei ebay |
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