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CD-Review Communique Poison Arrows   CD-Review ::: Communique - Poison Arrows

Review Communique - Poison Arrows  
Review

Communique
Poison Arrows
Lookout Records
erschienen im Oktober 2004
Indie-Rock
 
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Bandpage

Es gibt Bands, die vollbringen Musik, nach deren Genuss man denkt: Jetzt zu sterben wäre ein schöner Tod. Man ist beeindruckt von der Schönheit, Weisheit, Tiefe oder wenigstens eines dieser Charakteristika, die einem da entgegenströmt. Dann gibt es Bands, die sind so abgrundtief schlecht, dumm, einfallslos oder arrogant und dabei inkompetent oder Stümper an ihren Instrumenten, dass man ihnen in die Mikrofone kotzen könnte. Und dann sind da Bands wie Communique - und das sind die schlimmsten. Denn die glänzenden Musiker wie die grottenschlechten verursachen Gefühlsregungen, Bewegungen des Inneren, weil man sich, wie auch immer, angesprochen fühlt. Bei Communique: nichts. Beim Hören ihres neuen Albums, "Poison Arrow" denkt man: Das klingt nach Weezer und Pearl Jam und Oasis und Limp Bizkit und so fort. Aber es klingt nie nach Communique. Die fünf Amerikaner haben mal mit Punk begonnen und landeten schließlich in der Indie-Rock-Szene San Franciscos, wo sie musikalisch und geografisch hängen blieben. Aber genauso verweisen sie mit arrogantem Singsang und ebensolchem Gesichtsausdruck auf dem Cover auf den Brit-Pop ("Strays"). Gegen solche Einflüsse und Traditionen ist ja nichts einzuwenden. Doch Communique begnügen sich mit dem Anspielen. Sie holen sich beinahe schöne Melodiebogen aus dem Hirn ("Evaporate"), spielen fast zwingende Riffs auf den Gitarren ("Death Rattle Dance"), und der Gesang ist ein wenig frech, anmaßend und damit annähernd interessant, von den nicht ganz durchdachten Texten jetzt einmal abgesehen. Beinahe, fast, ein wenig, annähernd, nicht ganz: Communique bleiben in ihrer musikalischen Grauzone und entwickeln kein Profil. Und deshalb gehören sie in die schrecklichste Kategorie: zu den belanglosen, kalt lassenden, überflüssigen US- und sonstigen Bands aus der Indie-Schublade, von denen wir seit den Neunzigern schon zu viele hatten - dann lieber Oasis.
 
Thorsten Schatz
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