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CD-Review Clannad An Diolaim   CD-Review ::: Clannad - An Diolaim

Review Clannad - An Diolaim  
Review

Clannad
An Diolaim
Gael Linn / Edel Contraire / Edel

Gälischer Folk mit Rock-Ideen
 
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Clannad sind mit Sicherheit das Aushängeschild modernisierten gälischen Folks und mehr als Traditionalisten wie z.B. die Dubliners oder Folk-Rocker wie Lindisfarne haben sie über die Jahre immer wieder kleine und große Revolutionen angeführt.
Eine echte Revolution war sicher ihr Soundtrack zur TV-Serie "Robin", denn hier gelang erstmals die Verbindung mittelalterlicher Minne mit Rock und Ambient. Aber was in den Mitt-Achtzigern so überraschend als Charts-Stürmerei begann, hatte seinen Ursprung in jahrzehntealter Familiengeschichte.. Denn Clannad sind, wie das Wort schon sagt, ein Familienbetrieb, in den auch der jüngste Ableger Enya (Ethne Ni Bhraonáin) schon frühzeitig integriert war.
Eine eher heimliche Revolution waren hingegen die Alben "Clannad 2" ('74) und "Dulamán" ('76), die auch heute noch fester Bestandteil jeder gut sortierten Sammlung sind. Immer leicht melancholisch mischten sich Mittelalterliches, Traditionals, eine Prise Rock und schmale Jazzanteile zum unverkennbaren Stil. Vieles, angefangen von Turlough o'Carolan bis zu eigenen Kompositionen, hat sich seither zum Muß der gesamten Szene entwickelt und selbst die Bearbeitungen anderer Musiker, jüngst z.B. Susan McKeown, lassen den ureigenen Stil erkennen.
Wunderschöne Balladen, natürlich gesungen von Máire Ni Bhraonáin, entdecken die Ruhe, fast ausschließlich akustische Arrangements bieten tanzbare Ansätze und die gehauchten Chöre lassen kalte Schauer den Rücken herunterlaufen. Kein Zweifel mit "Clannad 2" mehr noch als mit "Dulamán" bewiesen Máire, Ciarán und Pól aus der Brennan Familie zum erstenmal die Größe, die in ihnen steckt; um das Quintett zu komplettieren, mußten allerdings auch die beiden Onkels Pádraig und Noel ó Dugáin helfen.
Mit "An Diolaim" ist nun eine "Best Of" dieser beiden Gael Linn-Alben zusammengestellt. Mit knapp einer Stunde Spieldauer zeigen sie die akustischen Wurzeln ihrer Musik und renovieren das eigene Denkmal. Wie gesagt, ein Muß!
 
Dirk Jessewitsch
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