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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  37.9% |
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| eine andere |
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  17.2% |
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CD-Review ::: Chris Brokaw - Red Cities |
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Die erste musikalische Heimat Brokaws Anfang der Neunziger war ein New Yorker Trio namens Codeine. Sie hatten einen sehr ambitionierten Ansatz, weswegen ihnen wahrscheinlich von vorneherein keine große Zukunft im Rockbizz offen stand. Sie wollten den Begriff Langsamkeit in der Rockmusik neu definieren, sie wollten die großen Gefühle im Hintergrund halten und dadurch eine durchgehende Spannung erzeugen. Auch nach Codeine blieb Brokaw der minimalistischen Form treu. Er startete diverse Projekte, z.B. mit ehemaligen Tortoise-Musikern, Steve Wynn oder Evan Dando und der Combo Come.
"Red Cities" ist sein erstes Soloalbum und er betätigt darauf alle Instrumente selber. Es ist ein Instrumentalwerk, das sich Zeit nimmt, das sowohl post Rock als auch ganz Rock ist, und das auch für Country ein paar Minuten übrig hat. Brokaw kostet die Klänge voll aus, die Gitarre steht dabei im Vordergrund, nie als endlos-Sologitarre oder als harter Rhythmusbesen, mehr als Atmosphäre spendende Klangquelle. Es entstehen einfache, traurige Pickings, aber auch Grooves und feine Melodien. Der Hörer merkt an keiner Stelle, dass nur ein Mann nacheinander die Parts eingespielt hat. Die Songs sind immer harmonisch, in perfektem Timing, klingen dynamisch und vor allem vital. Ein Schmankerl für die Liebhaber der etwas anderen Gitarrenrockmusik, und keine Enttäuschung für die Fans von Come.
Ulf Kneiding
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