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CD-Review Chewy Whattookyousolong   CD-Review ::: Chewy - Whattookyousolong

Review Chewy - Whattookyousolong  
Review

Chewy
Whattookyousolong
Day-Glo / B-Track

Gitarren-Pop
 
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Klar, so oder zumindest so ähnlich muss es gewesen sein, auch wenn es keiner der Beteiligten je zugeben würde " zu Beginn der 90er Jahre traf sich die Crème de la Crème britischer und amerikanischer LoFi-Bands in der Schweiz, um bei reiner Bergluft, sauberem Wasser und rachenschonenden Ricola-Bonbons für Nachwuchs zu sorgen, der - wenn aus den angloamerikanischen Billboards die Luft einmal raus sein sollte - ins Rennen geschickt würde. Und da man schon ewig nichts (gutes) mehr von Weezer, Dinosaur Jr., Teenage Fanclub und anderen Heroen des Schrammelpops gehört hat, haben sich Chewy, so der Name der legitimen LoFi-Popthronfolger selber auf den Weg gemacht, um vor allem in England, aber auch in Japan (der Sachverständigennation Nummer Eins in Sachen Popkultur) für Furore zu sorgen.
Da Chewy in englischer Sprache die Globalisierung der Popmusik vorantreiben, erscheint die Tatsache der Schweizer Herkunft als eher nebensächlich, garantiert aber durchaus einen Exotenbonus.
Vom stilsicheren Schmuddel-Wildlederjacke-kombiniert-mit-einer-grossen-Brille-Look bis hin zur ironisch-verklärten und detailverliebten Weltsicht bietet ihr Album 'Whattookyousolong' all das, wonach das Herz eines jeden Schrammelpoppers verlangt. 'There are no trendy electro beats' heisst es im opener 'You & Dan Cortez' und der zweite Track 'Tomcat' startet gleich mit einem verzerrten Drum-Computer-Beat durch. So gewinnt man schnell den Eindruck, dass hier vier junge Menschen am Werk sind, die sich mit der hohen Kunst der Ironie auseinander gesetzt haben, was der Rest des Albums mit wundervollen Titeln wie 'Second Hand Magic' oder 'Tiny Tiger' eindrucksvoll bestätigt. Musikalisch gesehen haben die sprichwörtlichen 'Ziehväter' also gute Arbeit geleistet und Chewy nehmen das Erbe an, ohne nur einfach zu kopieren. Weiter so, und ich brauche bald mehr Platz in meinem Regal für Lieblings-CD's.
 
Oliver Hochscheid
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