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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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| Berlin |
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  37.9% |
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| eine andere |
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  20.7% |
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| Hamburg |
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  17.2% |
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| Köln |
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  17.2% |
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  6.9% |
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CD-Review ::: Cher - Bittersweet |
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Weit über 30 Jahre währt ihre Karriere inzwischen, und ob es ihr unverschämt guterhaltenes Ausehen oder ihre unglaubliche Stimme ist, aus dem Glamour umflorten Popzirkus Marke Hollywood ist sie (hm, darf man Diva sagen, ohne sie zu beleidigen?) nicht mehr wegzudenken.
Über die Jahre etwas rockiger und eigentlich jedes Jahr jünger geworden rekrutiert sie Ihr Publikum schon lange nicht mehr nur aus dem Heer der Durchschnittsamerikaner. Auch hierzulande machen sich ganze Rockerclubs und ähnlich zerzauste Gestalten in wahren Heerscharen auf, ihre Konzerte, genau wie Cher selber, als extravagante und wohlportioniert erotische Selbstdarstellungsbühne zu zelebrieren.
Ein Phänomen ist die in der Vergangenheit regelmäßig skandalumwitterte Sängerin und Schauspielerin sicher, und das liegt zuerst einmal an ihrer Stimme. Dunkel, voll und mit unglaublichem Druck jagt sie ihren Hörern einen Schauer nach dem anderen über den Rücken und findet immer genau die Grenze zwischen geigenumschwebter Belanglosigkeit und bluesgetränkten Hymnen.
"Bittersweet" ist nun nicht "einfach nur" eine neue Platte der Amerikanerin. Das Album faßt 17 Highlights einiger amerikanischer Platten ("Bittersweet White Light", "Foxy Lady" oder ihres ersten wirklichen Soloerfolges und Millionensellers "Half Breed") zusammen, die allesamt in den frühen Siebzigern erschienen und gleichsam den Zeitraum ihrer lautstarken und medienträchtigen Trennung von Sonny Bono markieren. Rückblickend bedeutet das eine Musik irgendwo zwischen Frankie Sinatras Las Vegas-Schlagern, diversen James Bond-Soundtracks und immer mehr oder weniger deutliche Reminiszenzen an die Größen des Blues.
Insgesamt bietet "Bittersweet" 15 bislang auf CD unveröffentlichte Tracks, die eine deutlich andere Cher zeigen, als man sie vom aktuellen Dauerbrenner "Believe" her kennt. Ihr Ambitionen in Richtung Gold und Platin sind allerdings auch hier schon nicht zu überhören, auch wenn keiner der Titel ein wirklicher Hit ist. Fans werden andächtig lauschen und "Bittersweet" zu ihren Schätzen zählen. Neuland wird das Album allerdings trotz der auch für heutige Verhältnisse klanglich hervorragenden Produktion nicht erobern können. Eher ein Geheimtip.
Dirk Jessewitsch
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