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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Charlie Mariano - Bangalore |
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Charlie Mariano - nunmehr 75 Jahre alt - ist äußerlich und innerlich ein beneidenswerter Youngster. In einer Zeit, in der Sterne im Jazzgeschäft schnell verglühen, dauert seine Karriere ungebrochen seit seinem Debüt im Jahre 1941 an. Er ist engagierter Zeitzeuge der unterschiedlichsten Stile und Entwicklungen, vom BeBop bis zur heute praktizierten Weltmusik; frappierend seine Vielseitigkeit, die ihn, stets offen gegenüber Trends außerhalb seiner Domäne, an allen denkbaren Projekten teilnehmen ließ (in Deutschland u.a.: United Jazz & Rock Ensemble, Nena, Embryo, Konstantin Wecker).
Zu einer ersten Begegnung mit östlicher Musik fand er durch seine frühere Ehe mit der japanischen Pianistin Toshiko Akiyoshi; dieses Interesse wurde später vertieft durch Aufenthalte in Malaysia und Indien. Mariano erlernte das Nagaswaram - eine Art indische Oboe - und veröffentlichte im Jahre 1990 ein mittlerweile klassisches Album mit dem indischen Karnataka College of Percussion.
Die vorliegende CD "Bangalore" ist gewissermaßen eine Fortsetzung und Weiterentwicklung des damaligen Konzeptes: das Zusammenspiel von Musikern aus der traditionell indischen Schule mit westlichen Vertretern des modernen Jazz. Hervorzuheben sind die atemberaubende indische Sängerin Rama Mani, die präzise Percussion des "Meisters" Tas Mani und schließlich das Altsaxofon Charlie Marianos, das aufregende Unisono-Linien zusammen mit der Sängerin produziert und sich in Improvisationen leicht wie ein Vogel in die Lüfte schwingt.
Reinhard Giebel
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