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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Court Jester's Crew - Babylon Raus |
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Die Court Jester’s Crew hat sich auf den Weg gemacht: Raus aus Babylon, raus mit Babylon, hinein ins gelobte Land. Und das kann nur eins bedeuten: Die Tübinger machen jetzt in Reggae.
Das ist eine Überraschung, schließlich galten CJC bislang als die Ska-Newcomer in Deutschland schlechthin. Aber für ihr drittes Album haben sie ganz andere Prämissen gesetzt: Nicht nur sind die Grooves langsamer geworden; die Musik auf "Babylon Raus" ist nicht mehr so abgedreht und jazzig wie auf den Vorgängern, stattdessen dominieren relaxte und minimalistische Arrangements, bei denen die Genialität oft im Detail liegt - um so öfter man die CD hört, um so besser wird sie.
Und der songorientiertere und poppigere Ansatz funktioniert gut, deshalb, weil die fünfzehn Stücke, allesamt Eigenkompositionen, durchweg gelungen sind. Mal traditioneller orientiert, mal mit Einschlägen aus Jazz und Latin. Absoluter Höhepunkt der Platte ist das kühle "Divided We Fall", auf dem die Bläser dann endlich auch mal eine dieser verschachtelten Linien, wie sie für CJC auf den ersten beiden Veröffentlichungen typisch waren, spielen dürfen.
Hätten wir nicht gerade Spätherbst, könnte man "Babylon Raus" getrost das Prädikat "Soundtrack zum Sommer" verleihen; aber auch in der kalten Jahreszeit lohnt sich das Anhören unbedingt.
Arne David
> Alle Beiträge von Arne David
Weitere CDs von Court Jester's Crew:
> With Laurel Aitken - Jamboree > Too High For Low
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