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CD-Review Brothers Keepers Lightkultur   CD-Review ::: Brothers Keepers - Lightkultur

Review Brothers Keepers - Lightkultur  
Review

Brothers Keepers
Lightkultur
Nittygrittymusic / WEA
erschienen im Dezember 2001
HipHop, Soul, R’n’B
 
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"Erst mal auf die Fresse, rein prophylaktisch, fragen kann man später, irrsinnig praktisch!" (aus "Fickpisse", vom Album "Männer Können Seine Gefühle Nicht Zeigen, Fischmob, 1995)
"Wir werden gar nicht erst reden - nur schlagen und treten und das einzige was sie sehen sind Fäuste die treffen, wie schwarze Raketen." (aus "Zivilcourage", vom Album "Lightkultur", D-Flame, Tone, Sugarcane, 2001)
Gewalt erzeugt Gegengewalt. Rechtfertigt sie diese jedoch zugleich?
"Hm." (Reaktion des Rezensenten)
Ole Cordua
Ja, so ähnlich ging es mir auch. Ich war schon überrascht, als ich las, dass dieses Album sich als Weg zu mehr Menschlichkeit, Respekt und Verantwortung versteht. Die Texte sprechen da schon eine andere Sprache. Hilflosigkeit, Wut und Ratlosigkeit dominieren das Geschehen. Verständlich, wie ich finde. Das Thema ist sehr komplex und meiner Meinung nach sicher nicht durch gutes Zureden oder den erhobenen Zeigefinger, geschweige denn mit "political correctness" aus der Welt zu schaffen. Das haben die hier vortragenden Künstler auch schon lange festgestellt, und so gibt's stattdessen eben auf die Fresse. Gut kann man das natürlich nicht finden, aber was willste auch machen, wenn sie 'nen Kumpel von dir schnappen und ihn killen wollen. Da bleibt nur die Selbsthilfe (nochmal eine Situation aus "Zivilcourage"). Die elegantere Lösung bietet da schon der gute alte Samy an. Alle Nazis ab nach Afrika, ein herrlicher Gedanke ("Sag Mir Wie Es Wär"). Übrigens auch vom Musikalischen her die geilste Nummer (ja, Musik gibt's auch noch auf der CD). Überhaupt ist die Qualität der Musik, bedenkt man die knappe Produktionszeit, auf Albumlänge gesehen überdurchschnittlich. Gleich der erste Track geht schon gut ab, Afrob sehr souverän und seine Mitstreiter mehr als ok. Dann das zweite Stück, eine Frankfurt/Hamburg-Kooperation, entpuppt sich als musikalisches Kleinod. Es gibt eigentlich keinen wirklichen Ausfall, allerdings bis auf Sammy und DJ Desue auch kein echtes Highlight. Macht auch nichts, da es um "die Sache" geht und die Künstler auf sämtliche Einnahmen verzichten - der Erlös geht dann an gemeinnützige Einrichtungen.
Also, ab dafür.
 
Der Heilige Thöm
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