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CD-Review Broken Social Scene Broken Social Scene   CD-Review ::: Broken Social Scene - Broken Social Scene

Review Broken Social Scene - Broken Social Scene  
Review

Broken Social Scene
Broken Social Scene
Arts & Crafts / City Slang / Rough Trade
erschienen im Oktober 2005
AlternativePostRock
 
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So kann das manchmal gehen mit Spaß-Projekten. Sie werden erfolgreicher als die Anstrengungen, die man eigentlich "ernst" meint. Die Broken Social Scene aus Toronto ist vor drei Jahren bereits mit dem zweiten Album "You Forget It In People" durchgestartet - vor allem in den Staaten, wo sie über 100.000 Alben verkauften. In Kanada wurden sie gar für die dortigen Grammies nominiert. Und eigentlich "arbeiten" die meisten der beteiligten Musikanten in ganz anderen Formationen, etwa bei Feist, den Stars, Apostle Of Hustle, Metric etc.

Woran liegt also der ungewohnte Erfolg einer Formation, die eher dem nicht kommerziellen, dem undergoundigen, teils experimentellen Musikschaffen ihr Herz verschrieben hat? Ist es die instrumentale Vielfalt der Stücke? Ist es die enorme Spielfreude, die man aus jedem Beat, aus jedem Ton, aus jedem Gesangs-Schnipsel heraushört? Ist es die Melange aus verblüffender harmonischer Einfachheit und erfrischendem Ideenreichtum? Ist es die Art, wie das Musikerkollektiv zusammen agiert, wie es ein neues Genres schafft, in gewisser Weise den längst totgesagten Post Rock revolutionieren?

Sicher ist es von jedem etwas. Und sicher ist Broken Social Scene auch nicht für jeden etwas. Die einen verabscheuen das Gedudel, während die anderen das Feeling verehren. Doch dafür werden auch die Fans auf dem neuen Werk einige Durchgänge benötigen. Die 63 Minuten wollen erobert werden. Nach einigen Durchgängen eröffnet sich dann genau diese beschriebene Intensität, diese Musikalität, diese Freude am Spiel, und damit auch die Freude am Zuhören. Man merkt, dass Freunde miteinander musizieren und dabei sogar auch mal ihre Finger stillhalten können. Eine Seltenheit bei Musikern. Dagegen lassen sie sicher immer die Füße wippen und die Hüften schwingen.

Mit ihrem dritten Album haben die Köpfe Kevin Drew und Brendan Caning einmal mehr bewiesen, dass es sich schwer lohnt, Freunde nicht nur zum miteinander Trinken zusammenzutrommeln.
 
Ulf Kneiding
> Alle Beiträge von Ulf Kneiding
 
Weitere CDs von Broken Social Scene:
> You Forgot It In People


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