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CD-Review Brave Captain Advertisments For Myself   CD-Review ::: Brave Captain - Advertisments For Myself

Review Brave Captain - Advertisments For Myself  
Review

Brave Captain
Advertisments For Myself
Wichita / Clearspot / EFA
erschienen im Oktober 2002
AvantgardeElektronicPopRock
 
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Aus Freundschaft und Anerkennung ist mit "The Sound O Wichita" eine Hymne an das Label entstanden. Martin Carr ist der Brave Captain, und so wie seine Freunde vom Label, hat er auch selber eine Vergangenheit. Da gab es bereits zwei Brave Captain-Alben, vorher jedoch war er der Kopf von den Boo Radleys. Aus dieser Zeit hat er scheinbar noch einen Komplex, gegen den er seitdem ankämpft. Er konnte es nie verwinden, dass seiner damaligen Band der Stempel "Mainstream" aufgedrückt wurde, und nun arbeitet er mit neuen Sounds, neuen Strukturen und sehr viel Abwechslung für die Einzigartigkeit und Individualität seiner Kunst.
Dabei weist die Hymne an das Label zum Beispiel harmonische Einfachheit und lang gezogene Saxophon-Melodien á la King Crimson Mitte der Siebziger auf. Dann kommt der Popsong im Sixties-Gewand, bei dem der Sound absichtlich völlig übersteuert ist, und danach erklingt eine experimentelle Pausen-Musik, welche die Inspiration durch Aphex Twin und Squarepusher, wie Carr sagt, durchaus zu bestätigen vermag. Die Wechsel von Synthetik zu Schmalpop und wieder zu groovigen Rock-Nummern mit dem außergewöhnlichen Extra an Experimentierfreude ziehen sich beständig durch die 19 Kleinode. Der Wandel dient als Konstante in einem Klang-Universum, in dem die höchste Erfüllung die Missachtung jeglicher klanglicher oder intellektueller Grenzen darstellt. Auch wenn Carr nicht der Erfinder dieser Allround-Ästhetik ist, ist die Erschaffung eines solchen Gesamtwerkes durchaus sehr mutig und in diesem speziellen Fall sehr gelungen.
 
Ulf Kneiding
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Weitere CDs von Brave Captain:
> Go With Yourself (The Fingertip Saint Sessions Vol. II)"


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