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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Bows - Cassidy |
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Mal was anderes: Statt "New Acoustic Movement", Brit-Pop, Brit-Rock, Lord Of The Dance und folkloristischen Highland-Klängen überrascht die englische Band Bows gleich im ersten Track ihres Albums mit flirrenden und sommerleichten, orchestralen Melodien, die, so zart wie sie sind, fast an einen Kinderreim erinnern, und einem fulminanten Drumplay. Wessen Schubladendenken jetzt sofort "TripHop" oder "Lounge" schreit, dem sei böse auf die Finger geklopft.
Vom esoterischen Morricone-Stil bis zu minimalistischen Gitarren-Pickings und leisem Flüstergesang ist auf dem Debüt-Nachfolger fast alles zu finden, was neben kuschelig zurückgelehnten Couch-Aufenthalten auch zu elastischer Beinarbeit anregt.
Zum Großteil ist es "Cassidy"-Frontmann Luke Sutherland zu verdanken, der das Album fast im Alleingang produzierte und aufnahm. Der kreative Bows-Kopf (Luke betätigt sich auch noch als Romanautor) profitierte bei seiner Arbeit von den Einflüssen befreundeter Musiker und lud sich unter anderem Debbie Smith (Curve, Echobelly, Snowpony), Howard Monk (Billy Mhonie) und das dänische Stimmwunder Signe Hoirup Wille-Jorgensen ins Studio ein. Das Erebnis schließlich klingt ein wenig nach Tortoise und To Rococo Rot, nur ist es leichter verdaulich und insgesamt ohrenfreundlicher. "Cassidy" ist ein gelungener Debüt-Nachfolger, der dem Bows-Sound einen Platz in der obersten Liga der Experimental Electronic sichern sollte.
Inga Stumpf
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