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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Boom Bip & Doseone - Circle |
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HipHop als Ausgangspunkt für "Circle" von Boom Bip & Doseone zu betrachten ist nicht abwegig, aber dennoch etwas gewöhnungsbedürftig. Mit einem Soundgebilde, das in seiner Vielschichtigkeit, dem Gebrauch von Ebenen, Sprüngen, differenzierbaren Gegensätzen und Ausnutzung jeglicher Eventualitäten an DJ Shadows legendäres "Introducing..." Album erinnert, setzt es sich weit davon ab, gradlinig erfassbar zu sein. Doseones Lyrics, wie auch seine Art, eben diese zum Besten zu geben, erweitert das musikalische Spektrum um eine weitere Ebene, die aus den einzelnen Tracks komplexe Geschichten, filmgleiche Sequenzen und hörspielartige Inszenierungen erschafft. Dabei funktioniert "Circle" wie DJ Shadows Werk als Gesamtkonzept ebenso, wie jeder einzelne Song Bestand haben kann. Oftmals ist die Intensität und Fülle der Eindrücke, die die Tracks vermitteln, dermaßen kompakt, dass die Reizüberflutung zu einer Auszeit zwingt. Aber selbst die daraus entstehenden Leerstellen scheinen die Schwingungen von "Circle" erreichen zu können und den Nachwehen eines schon verblassten Traumes gleich füllen sie diese mit Ahnungen. Dabei liegt das Spektrum der Sounds zwischen so extremen Polen wie "Peter und der Wolf" und stakkatoartigen Rhythmus-Attaken.
Carsten Bäumer
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