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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  17.2% |
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CD-Review ::: Bonnie Prince Billy - Ease Down The Road |
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Hinter Bonnie "Prince" Billy verbirgt sich der frühere Palace-Sänger und Eigenbrötler Will Oldham. Oldham gehört zu der Fraktion derjenigen, die es verstehen, ihre Seelenkrankheiten zu vertonen. Aber das ist der Blues dieser Tage, denn viele der aktuellen Neuveröffentlichungen haben eine gewisse Melancholie gemein. Aber Oldham ist nicht etwa einem Zug aufgesprungen, vielmehr ist er der Zugführer. Egal unter welchem Pseudonym auch immer, Oldham veröffentlichte beständig hochwertige Alben mit exzellenten Songs. Und egal wie düster und negativ die Longplayer waren, sie waren vor allem eines: schön. Ein seltsam unbekanntes Gefühl im Oldhamschen Universum kommt dann im Song "After I Made Love To You" zur Geltung: Liebe. Und das in einem der wunderbarsten Lovesongs der letzten Jahre. Songs wie "Grand Dark Feeling Of Emptyness" beschreiben nicht allein die Ängste des Will Oldham, vielmehr sind es auch die Beobachtungen, die Oldham in seinem Umfeld und seinen Reisen um die Welt gemacht hat. Es ist kein seltenes Phänomen, dass vor allem Frohnaturen bei sich anbahnender schlechter Stimmung Deprimusik auflegen, um wieder heiter zu werden. Denn manchmal ist in all dem Grau nur noch ein Lächeln schön. Und das kann Oldham einem mit "Ease Down The Road" allein schon wegen seiner exzellenten Songstrukturen auf die Lippen zaubern.
Oliver Stahmann
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