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CD-Review Bollywood Funk Bollywood Funk   CD-Review ::: Bollywood Funk - Bollywood Funk

Review Bollywood Funk - Bollywood Funk  
Review

Bollywood Funk
Bollywood Funk
Outcast / Pias

Indian Groove / Compilation
 
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Shaft trifft auf Django trifft auf Superman trifft auf Lassie - und das mitten in Indien. In Bombay, auch "Bollywood" genannt, werden jährlich bis zu 900 Kinostreifen produziert. Bollywood ist eine Traumfabrik, eine Enklave, eine Oase in der 16-Millionen-Metropole und Heimat der größten Filmindustrie der Welt. Allerdings einer Filmwelt, die sich einem Europäer nur schwer erschließt: In einem Moment liefert sich der düstere Held noch eine wilde Verfolgungsjagd durch die Straßen von Kalkutta, um im nächsten Moment zusammen mit einem wild kostümierten Tanzensemble lustig durch die Berge zu hüpfen und dabei mit schwülstigem Gesang der möglichst in eng anliegende Kleider gewandeten Filmschönheit die ewige Liebe zu schwören. Das ist zwar weder logisch noch stringent, muss es aber auch gar nicht sein. Schließlich handelt es sich um das Produkt einer Traumfabrik und da ist alles möglich.
Ähnlich verhält es sich dann auch mit den Soundtracks zu den Streifen. Es wechseln sich Hare-Krishna-Shantis mit keyboardlastigen Knight-Rider-Sounds ab, auf Sitar-Klänge folgt ein grooviger Basslauf, der James Brown neidisch werden ließe und Italo-Western-Melodien konkurrieren mit blechern-süßem Frauengesang. Unmöglich? Seltsamerweise klingen jedoch alle Elemente, als hätten sie seit jeher zusammengehört und wären nur durch einen dummen Zufall in verschiedene Styles und in verschiedene Ecken der Welt katapultiert worden.
Für "Bollywood Funk" sammelten die beiden DJs Harv und Suni, die in den Achtzigern mit Bollywood-Filmen aufgewachsen sind, Soundperlen aus den Sechzigern und Siebzigern und fügten sie zu einem äußerst spannenden Ganzen zusammen. Ein ungewöhnliches und extrem grooviges Projekt, das man nur weiterempfehlen kann.
 
Inga Stumpf
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