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CD-Review Bobaflex Apologize For Nothing   CD-Review ::: Bobaflex - Apologize For Nothing

Review Bobaflex - Apologize For Nothing  
Review

Bobaflex
Apologize For Nothing
TVT / SPV
erschienen im Oktober 2005
Nu-Metal
 
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Sprechgesang und Metal miteinander zu verbinden, ist eine Idee, die schon viele gehabt und noch mehr kopiert haben, was lange noch nicht bedeutet, dass es auch eine gute ist. Die Zeit des so genannten Nu-Metals oder Rap-Metals scheint schon lange abgelaufen zu sein, doch noch immer gibt es das eine oder andere Lebenszeichen. Vornehmlich aus Nordamerika.

Bobaflex kommen aus einem Kaff im US-Bundesstaat West Virginia. "Wir wollten auf Teufel komm raus weg von dort", sagt Gitarrist und Sänger Marty McCoy, der mit seinem Bruder Stuart die Band anführt. 1998 haben sie Bobaflex gegründet, seit 2000 machen sie professionell Musik. "Wir haben unsere Jobs gekündigt und wollten nur noch für die Band leben", erklärt Marty. Doch auch die drei restlichen Mitglieder des Quintetts singen und sorgen somit für Abwechslung. Immerhin etwas, denn vom Einheitssound des Nu-Metals können sich Bobaflex wahrlich nicht abheben. Melodische Passagen lösen wütende Sprechgesang-Tiraden ab, die Inhalte sind branchentypisch: Hass, Verzweiflung, verbale Gewalt, Sex und Drogen. Mit dem Albumtitel haben die Amerikaner überdies grandios alle Klischees bedient. Nach eigenen Angaben seien Einflüsse von Pink Floyd bis zum Wu-Tang Clan vorhanden, doch diese dürften sich außerhalb des innersten Bandkreises kaum einem Hörer erschließen.

Dass sie die New Yorker Proll-Hardcore-Tattoo-Monster von Biohazard ziemlich gemocht haben, wird zu jeder Sekunde des Albums deutlich. Einzig die Härte der Stimmen und Riffs erreichen Bobaflex nur ganz selten. Zum ungefährdeten Tabellenführer ihrer Liga, System Of A Down, fehlt auch noch ein enormes Stück.

Wer jedoch gerne in dunklen Rock-Diskos zu Limp Bizkit oder Linkin Park so tut, als würde er tanzen, macht mit Bobaflex nicht viel falsch. Überraschungen, weder gute, noch schlechte, warten auf "Apologize For Nothing" nicht.
 
Alex Marner
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