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CD-Review Blue van Gogh Hi Fi Junkie Sonata   CD-Review ::: Blue van Gogh - Hi Fi Junkie Sonata

Review Blue van Gogh - Hi Fi Junkie Sonata  
Review

Blue van Gogh
Hi Fi Junkie Sonata
CM Rec. / Connected

Pop-Rock
 
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Jeder Musiker träumt davon: er liest die Anzeige eines neuen Labels, das noch Bands sucht, schickt ein Tape und wird genommen. So geschehen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Daß dem ein ewig langer musikalischer Werdegang des Frontduos und Ehepaares Ray Andersen und Patti M-Yodlowsky in verschiedenen Projekten (z.B. A Girl Named Joe) vorausging, lassen wir hier einfach mal unbeachtet.

Frontduo kann man die beiden nennen, da sie nicht nur für das Songwriting verantwortlich zeichnen, sondern sich, wie es sich für ein Ehepaar gehört, die Gesangsparts gerecht teilen. Gelungene Kommunikation und gutes Verständnis gehen dem voraus, und somit bringen die wechselnden Klangfarben im Leadgesang eine ganz eigene Stimmung zustande. Die Hosen hat dann allerdings doch Andersen an, denn schließlich spielt er außerdem noch die Gitarre.

Blue van Gogh verstehen es in den schöngefärbten Powerpop mal krachige mal singende Gitarrensounds einzubauen und auch die 60er Jahre sind schon allein vom Klang her nicht an den fünf aus New Jersey vorbeigegangen.

Natürlich kommt dem geneigten Hörer bei "Hi Fi Junkie Sonata" auch der Vergleich mit den neuen amerikanischen Powerfrauen in den Sinn. Der musikalische Vergleich z.B. mit Alannis Morisette ist rein vom Genre her nicht von der Hand zu weisen. Eben mal rockig, dann mal ruhig werden hier alle Register gezogen, um schöne, eingängige, massenkompatible und bewegende Popularmusik für die Endneunziger zu schaffen. Der Pluspunkt an Individualität fällt da bei den erwähnten Gesangs-Arrangements, die oft eine männliche und eine weibliche Stimme innerhalb eines Stückes zulassen.

"Guter Gitarren-Pop" ist heutzutage häufig nur eine Umschreibung für "zwar zeitgemäß, aber irgendwie schon tausendmal dagewesen". Trotzdem macht es Spaß den ein oder anderen Song auch mal im Radio zu hören.
 
Ulf Kneiding
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