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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Blood Duster - Cunt |
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Der romantische Albumtitel "Cunt" weckt Hoffnung auf eine Ambient-Scheibe, die jede Frau in die nötige Stimmung für ein kuscheliges Schäferstündchen bringt. Nicht ernst gemeint, aber um Schäferstündchen geht es bei Blood Duster trotzdem, und zwar fast ausschließlich. Eine Kostprobe der Songtitel gefällig? "Pissing Context", "I Just Finished Sucking Off Metalheads In The Mens Urinals", "Let's All Fuck" und so weiter. Kein Wunder, dass das Backcover keine Tracklist aufweist. Man mag ja zu Porno-Texten stehen wie man will, Blood Duster tragen ihre bedeutungsschwangeren Kreationen jedenfalls mit einer guten Portion Humor vor, sodass solche "Ergüsse" hier ausnahmsweise mal in Ordnung gehen. Lieber so, als stumpfer Blood & Gore. Weiterhin haben die Australier auch noch wirklich unterstützenswerte Themen im Programm, zum Beispiel "A Tracksuit Is Not Appropriate Metal Apparel" (Ein Jogginganzug ist kein angemessenes Metal-Outfit), ein Song gegen die HipHop-Mode von Korn und Limp Bizkit und deren Nachmacher. Es wurde auch Zeit, dass so etwas mal musikalisch thematisiert wird. Apropos musikalisch: natürlich gibt es hier weder Ambient noch L.A.-Sleaze. Blood Duster prügeln stattdessen in bester old-Napalm Death-Manier, dass es jedem Grind-Freak die Tränen in die Augen treiben wird. Keifen und Growls von Jason P.C. werden von Blast-Eruptionen untermalt, die wenig Verschnaufspausen lassen. Wenn es dann mal was gemütlicher zugeht, wird die Liebe zu Kyuss und anderen Wüstenrockern unüberhörbar. Blood Duster können nämlich auch ganz schön rocken, wenn sie wollen. Eine großartige Mischung, ein überzeugendes Album!
Thorsten Wilms
Der Titel steht für "Creativeundergroundmetalterrorists" - irgendwie treffend. Der dustere, auf Rhythmus ausgelegte Sound pendelt zwischen flüssigen Nu Metal-Elementen und Grindcore und setzt nicht gerade auf lange, ausufernde Arrangements. 19 Songs gibt's zu hören.... S.O.D. lassen grüßen. Nur waren die irgendwie witziger. Sieht man mal von den gesangslosen Parts ab, legen die Instrumente saubere Abwechslung an den Tag, fallen aber bei Hinzutreffen des Growlings wieder in ihr unmelodiöses, eher langatmiges Fahrwasser, eben den Vocals angepasst, zurück. Die Klampfen gehen gut ins Ohr, keine Frage, sind aber zu wenig ausgefeilt, um so einige musikalische Defizite auszugleichen, die einfach nicht von der Hand zu weisen sind. Wer allerdings auf diese Art Sound steht, sollte selbst entscheiden, ob "Cunt" zu den besseren oder schlechteren Outputs der Szene zählt.
Eva-Maria Übelhack
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