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CD-Review Blinker Starlotion   CD-Review ::: Blinker - Starlotion

Review Blinker - Starlotion  
Review

Blinker
Starlotion
Raw. / WEA / Warner Music

Bubblegum-Gitarrenpop
 
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Neue Bands gibt es wie Sand am Meer. Besonders, da viele von ihnen nicht wirklich neu sind. Es handelt sich dann um neue Prokekte, oder die gleichen Leute, die unter neuem Namen weitermachen, aus welchen Gründen auch immer.
Die Band Blinker, die nun mit ihrem Debüt "Starlotion" aufwartet, besteht zu zwei Dritteln aus den ehemaligen Unemployed Ministers. Zu Alaska Winter und Markus Mehr ist Schlagzeuger Wolfgang Braun gestossen.
Dem tendenziellen Hang der drei Musiker zum Multi-Instrumentalistentum verdankt der Sound von Blinker seine eigene Klangfarbe. Im Info ist zu lesen, dass sie (neben Gitarre, Bass und Schlagzeug) auch Keyboards betätigen. Die Instrumente wären aber besser mit Plastikorgel, tonalem Taktgeber und preiswertem Drum-Computer beschrieben.
Nicht nur die Klangähnlichkeit erinnert den Zuhörer an die gute alte Neue Deutsche Welle. Die Songs sind kurz und knapp, allesamt ein klein wenig abgefahren, aber immer sehr schön und eingängig. Dazu hinterlässt der zeitgemässe, melodie-ästhetische Einfluss britischer Popgruppen seine Spuren. Die Texte handeln von den Dingen, die den vergnügungswilligen Musikliebhaber wirklich interessieren. Die erste Single heisst z.B. "I lost my baby at the love parade", es folgt die Erkenntnis "She loves my big brother not me" und in "Car lover" fällt dem Autoren in einer prekären Situation auf, dass er bisher noch jedes Groupie zufriedengestellt hat, aber noch nie in einem Auto.
Die Platte folgt dem Motto, dass der gute Popsong der einzige Ausweg aus der Beliebigkeit des Alltags ist. Für Blinker mag das sehr wohl stimmen, und denen, die auf gut gemachten Trash-Pop stehen, wird hier gelungene Abwechslung geboten.
"Starlotion" gehört zu den Platten, die, wären sie vor zehn Jahren gemacht worden, heute ein Teil von Nostalgie-Kult-Parties wären. Warten wir doch zehn Jahre und es wird wieder eine solche Platte geben.
 
Ulf Kneiding
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