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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Blackmore's Night - Under Violet Moon |
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An niemandem gehen die Jahre spurlos vorbei, und auch das gitarristische Rauhbein Ritchie Blachmore mußte im Laufe seiner Karriere reichlich Federn lassen. Was uns der ehemalige Saitenkünstler der Rock-Legende, Deep Purple, allerdings mit seiner zweiten Nacht liefert, ist fast schon eine musikalische Bankrott-Erklärung. Waren auf dem Debüt der Zusammenarbeit Blackmore's mit seiner Frau Candice Night schon eher leichte Melodien, wohlfeile Sounds und weichgespülte Traurigkeit zu einer insgesamt noch gelungenen Platte gefügt, läßt der Gitarrist jetzt alle Hemmungen fahren und greift gnadenlos in die Kitschkiste. "Under A Violet Moon" erinnert über weite Strecken an den Mike Oldfield der Phase "Moonlight Shadow", und genau wie dieser in seinem Spätwerk featuret Blackmore hier eigentlich nur eine wenn auch schöne Frauenstimme, hält diese mit Hilfe sämtlicher Instrumente im Vordergrund und setzt auf den Charts-Effekt des Mainstreams. Hier kann auch die eigentlich gute Produktion nichts mehr richten und rückblickend scheint der überwältigende Ruf Blackmore's sich eher im Streit mit den Kollegen von Deep Purple und nicht trotz dieser Auseinandersetzungen entwickelt zu haben. Wenn es schon Blackdmore's Night sein muß, dann bitte das Debüt. "Under A Violet Moon" ist trotz des gelungeneren Covers (Rothenburg ob der Tauber) ein Fehlgriff.
Marlene Müller-Prätorius
> Alle Beiträge von Marlene Müller-Prätorius
Weitere CDs von Blackmore's Night:
> The Village Lanterne > Ghost Of A Rose > Home Again (MCD) > Past Times With Good Company > Fires At Midnight > Shadow Of The Moon
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