copyright discover koeln, 2002 werbung
discover - musik & mehr
  CD-Reviews Interviews Stories News Touren Bücher und Comics Sound & Video Bandlinks, Labellinks, Surftipps Die aktuellen MP3- und Videocharts  
Finden
 

Mr. Undercover
Vorgestern, auf dem Essener Automarkt...

Leserpoll
Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...

Berlin
37.9%
eine andere
20.7%
Hamburg
17.2%
Köln
17.2%
München
6.9%
anzeige
anzeige
 
CD-Review Black Francis Bluefinger   CD-Review ::: Black Francis - Bluefinger

Review Black Francis - Bluefinger  
Review

Black Francis
Bluefinger
Cooking Vinyl / Indigo
erschienen im August 2007
Alternative Rock
 
> CD-Preisvergleich
> Jetzt bei Musicload downloaden
> Weitere Infos bei musicline.de
Bandpage

Nun heißt er also wieder Black Francis, zumindest vorübergehend. Wir erinnern uns: Dieses Pseudonym trug der Musiker, der später Frank Black werden sollte, vor vielen Jahren als Kopf der Pixies. Nach der Reunion-Tour vor drei Jahren war sogar mal im Gespräch, dass diese Pixies ein neues Album aufnehmen würden, wozu es aber dann doch nicht kam. Frank Black aber sagt, er hätte gerne wieder mit seiner alten Band aufgenommen, und habe deshalb wieder Gefallen an seinem Alter Ego gefunden.

Mit dem neuen Album "Bluefinger" kehrt also Black Francis zurück. Was bedeutet das eigentlich? Zumindest, dass einige der Songs der CD auch den Pixies gut gestanden hätten. Bei "Threshold Apprehension" zum Beispiel, schon zuvor als Bonustrack auf der kürzlich erschienen Greatest-Hits-CD zu hören, überschlägt sich Black Francis' Stimme wie in alten Zeiten. Und "Tight Black Rubber" erinnert an sperrig monotone Songs aus der letzten Pixies-Phase, an "Subbacultcha" oder "(I Believe In) Space". Mit dem Unterschied allerdings, dass solche Songs bei den Pixies mit Liebe zum Detail arrangiert wurden, während Black Francis sie mit minimaler Besetzung und ohne viel studiotechnischenAufwand runterspielt. Das verbindet ihn mit seinem Alter Ego Frank Black, dessen Platten durch den schnellen Produktionsprozess manchmal einen besonderen Reiz entwickelten, oft aber auch den Eindruck vermittelten, ein bisschen Feinschliff hätte mehr aus den oft wunderbaren Songs gemacht.

Die CD "Bluefinger" ist eine Hommage an den 2001 verstorbenen holländischen Punk-Rocker Herman Brood, hierzulande auch bekannt durch seine Beziehung zu Nina Hagen. Alle elf Songs nehmen direkt oder indirekt auf Brood Bezug, "Angels Come To Comfort You" ist eine regelrechte Fan-Hymne an Brood und "You Can't Take A Heart And Have It“ eine Cover-Version von einem seiner Songs. Im Presseinfo beschreibt Frank Black, dass der Einfluss von Brood "wie eine Wolke Opium" auf ihn gewirkt habe und die Rückkehr zum Alter Ego erst möglich gemacht habe: "Herman Brood verwandelte mich wieder in Black Francis".

Einen vollständigen Weg zurück gibt es aber natürlich nicht. Einige der Songs dieses geradlinigen und gelungenen Rock-Albums hätten auch gut auf die Frank Black & The Catholics-Alben gepasst: Bei "Lolita" oder "Bluefinger" hört man deutlich die Americana-Einflüsse, die die Musik von Frank Black lange bestimmt haben. Von einer wundersamen Verwandlung zurück zu Black Francis kann man also nicht sprechen. Aber das wäre nach so vielen Jahren nicht nur zuviel verlangt, sondern auch schade um den eigenwilligen Frank Black, an den man sich schon so gewöhnt hat.
 
Arne David
> Alle Beiträge von Arne David

Review   Black Francis bei ebay

 

CD-Tipps

CD-Reviews

DVD-Reviews

News

Tourtips

zurück | nach oben

Anzeige: Tank leer? Dann jetzt Shell Gutschein gewinnen!

 

Homepage    CDs    Interviews    Stories    News    Touren    Gedrucktes    Sound & Video    Links    Charts   
Impressum    Mediadaten    Sitemap   

Copyright © discover, Bergisch Gladbach 2007