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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  37.9% |
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  17.2% |
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CD-Review ::: Biffy Clyro - Blackened Sky |
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Im Königreich haben die drei Glasgower Newcomer bereits Aufsehen und -hören erregt. Kerrang! hat ihre ersten beiden Singles jeweils zur "Single of the week" gekürt, und das zu Recht. Waren diese wohl noch ein wenig poppiger, haut das Trio nun gehörig auf die Verzerrerpauke, um den Kontrast zu der völlig ruhigen und von jeglichen Effekten verschont gebliebenen Gitarre (bis auf ein bisschen Chorus) besonders hervorzuheben. Songwriter, Gitarrist und Sänger Simon Neil wartet mit einer Fülle von sensiblen Licks und Melodiebögen auf, die folgend auch in der auflösenden Form der Powerbratsche hervorragend funktionieren.
Die Rhythmussektion scheint prädestiniert für ihren Job, denn hier finden wir nicht nur Brüder, sondern die Zwillinge James und Ben Johnston. Wie selbstverständlich spicken sie ihre Darbietung mit recht komplizierten Vorgängen, die sich dem geneigten Hörer erst bei genauerem Hinhören erschließen. Das Hauptohrenmerk liegt dennoch auf Einfühlung in die Songstruktur, und das bedeutet zum einen Zurückhaltung und Einfachheit, zum anderen Druck und die Phrasierung an der richtigen Stelle.
Die Dynamik erinnert durchaus an die kürzlich glänzend in Erscheinung getretenen Aereogramme, und siehe da, Biffy Clyros erste Single erschien auf dem Aereogramme eigenen Label Babi Yaga. Man kennt sich also. Die Songs auf "Blackened Sky" leben zu einem großen Teil vom Gesang, der sich zugegebenermaßen sehr amerikanisch anhört und auch in Bushsongs eine gute Figur machen würde. Weiterhin ist der Einfluss der neuen Schule der jungen amerikanischen, melodieliebenden und melancholischen Alternativmetaller nicht wegzuwischen. Daraus resultieren aber in positivstem Sinne aparte Strophen- und wunderbare Chorusgesänge. Und ein gewisser Charme und eine irgendwie eigene Herangehensweise an das Laut-Leise-Problem ist in jedem Fall herauszuhören. So z. B. in dem hitverdächtigen Titel "57", oder unmittelbar danach in "Hero Management", wenn sie die Reize von ruhigen Stakkatoriffs gegen ausklingende Zerlegungen ausspielen. Es können also in einem Song schon mal Assoziationen auftreten, die von Kante bis Errortype Eleven oder Deftones reichen.
Die einzige leicht negative Beobachtung ist die, dass gegen Ende der knappen 50 Minuten leichte Ermüdungserscheinungen seitens des Hörers auftreten können. Bei genauerer Begutachtung stellt dieser aber erstaunt fest, dass es eigentlich keinen Ausfall auf der Scheibe gibt.
Ulf Kneiding
> Alle Beiträge von Ulf Kneiding
Weitere CDs von Biffy Clyro:
> Infinity Land > The Vertigo Of Bliss > joy.discovery.invention / justboy
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