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CD-Review Bésame Sweet Temper   CD-Review ::: Bésame - Sweet Temper

Review Bésame - Sweet Temper  
Review

Bésame
Sweet Temper
Popup / Edel
erschienen im Juni 2004
Downbeat-Sampler
 
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Das Cover ziert ein Schwarzweißfoto mit einem leichten Braunstich – wahlweise liegt es auch in einer grob gerasterten Version bei. Zu sehen ist eine Böschung, ein kleiner See, Bäume im Hintergrund, die sich im Wasser spiegeln. Alles wird erhellt von einer Sonne, die sich vornehm hinter einem Dunstschleier bedeckt hält. Die einzigen scharfen Objekte sind drei sich durch das Bild schlängelnde, Tentakeln ähnelnde Linien aus einer nicht definierbaren Substanz. Mystisch und die Phantasie anregend erscheint die Verpackung, zu aller erst aber äußerst ästhetisch.

"Sweet Temper" ist die vierte Veröffentlichung unter dem Titel "Bésame", die sich wie ihre Vorgänger ganz in den Dienst des Downbeat stellt. Erklärtes Ziel ist es, nicht die x-te Version von immer den gleichen Stücken auf den Markt zu bringen. Die Tracks, die auf einer "Bésame"-Compilation erscheinen, sucht der Musikliebhaber vergebens auf den so reichhaltig auf den Markt geworfenen Konkurrenzprodukten.

Mit dabei sind alte Bekannte wie der Münsteraner Marcus Diekmann aka Atex, der Ex-Fischmob-Schlagzeuger Stachy und Torben Krüger mit ihrem Projekt Hofuku Sochi, das deutsch-französische Duo Canvas, das in unserem Nachbarland bereits mit einem LongPlayer Erfolge feiern durfte, die britische Formation Secret Archives Of The Vatican – hier unter dem Namen Uncle Riotuos – der Rumäne Cristian Stefanescu alias Electric Brother undundund.

Die Gehörgänge erquicken jazzige Tunes, dubbige Mixe, seichte Breakbeats und atmosphärische Soundlandschaften. Perkussive Elemente treffen auf Klangteppiche, Bigbeats auf Piano, Querflöten auf groovende Bassläufe. "Sweet Temper" überzeugt durch ein ausgeprägtes Gefühl für leichte, aber nicht seichte Stimmungen und liebliche, aber nicht kitschige Melodien. Eine leichtfüßige Reise durch beschwingte Abende inklusive vergänglicher Momente des Schwermuts.
 
Ulf Kneiding
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