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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Benjamin Biolay - A L'Origine |
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Benjamin Biolay weiß sehr wohl, dass er das "Original" ist - zumindest was den neueren französischen Chanson angeht. Aber halt - das Wort "Chanson" klingt so verstaubt - und man denkt dabei zu sehr an Charles Aznavour oder Grausamkeiten beim "Eurovision Songcontest", nicht unbedingt an Hipster wie Serge Gainsbourg oder Jacques Brel, in deren Tradition man Biolay eher einordnen sollte. Genauer gesagt rechnet man Biolay in Frankreich der "Nouvelle Scéne" zu, was ganz glorreich übersetzt "Neue Szene" bedeutet. Diese jungen Franzosen verbinden die traditionen französischer Klassiker in Literatur und Musik mit den Einflüssen der modernen Welt, da sind die Franzosen ja nicht immer so aufgeschlossen.
Aber warum so umständlich: Benjamin Biolay macht, um es genau zu sagen, großartige Musik. Er singt auf Französisch, seine Texte sind schonungslose, zweideutige Poesie. Die Arrangements all seiner Songs zeigen das Genie in Biolay, dessen größter Erfolg hierzulande als Produzent von Carla Brunis Album "Quelqu'un M'as Dit" war - bislang. Aber schon sein eigenes Debüt "Rose Kennedy" ist vielen Liebhabern französischer Musik ebenso nicht entgangen wie der geniale Nachfolger "Negatif" - und mit "A L'Origine" wird er seinen Rang als einer der größsten französischen Musiker seit Serge Gainsbourg festigen.
Oliver Stahmann
> Alle Beiträge von Oliver Stahmann
Weitere CDs von Benjamin Biolay:
> & Chiara Mastroianni - Home > Négatif > Rose Kennedy
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