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CD-Review Benjamin Biolay Négatif   CD-Review ::: Benjamin Biolay - Négatif

Review Benjamin Biolay - Négatif  
Review

Benjamin Biolay
Négatif
Labels / Virgin / EMI
erschienen im Mai 2003
Chanson / Pop
 
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Sound & Video

Der Sommer ist ja grundsätzlich eine gute Sache. Auch für Benjamin Biolay. Aber wehe, er ist schon vorbei und das Album noch nicht fertig. Strahlte in die ersten Kompositionen noch die wärmende Sonne, weht über die letzten Songs das Herbstlaub. Und das haben wir nun davon: Die Tage im November, die "ihn gelegentlich emotional herunterziehen" sind nun verantwortlich für den negativen Titel. Aber irgendwie tut es dem Gesamteindruck wieder gut. "Négatif" geriet um so farbenreicher. Es ist schon interessant, wie Biolay die Nonchalance des französischen Chansons vorsichtig in den rustikalen Country-Kontext schiebt. So ganz kommt man an den Klischees nicht vorbei, denn die hochcharmante naïveté français mit der Biolay das terrain américain absteckt, dreht den Hörer unweigerlich in die Horizontale. Warum singen, wenn hauchen es auch tut, zumal auf französisch. Wer wollte da nicht schwach werden. Immerhin hat Biolay die selben Initialen wie die Brigitte Bardot. Wann immer der Franzmann seine Miniaturen von Liebe und Tragödie mit verhaltener Skepsis ins Mikro bläst, schließt er die Tür der anglophilen Sängertradition überdeutlich zu - c'est Benjamin! Die ästhetischen Parameter des französischen Chansons – der weichgezeichnete Gesang, die bittere Melancholie und die unübertroffene Latenz der Erotik - bilden nach wie vor den Grundstock Biolayscher Kompositionskunst, mit der er auf "Négatif" nun die Beute eines Vorstoßes gen Westen - Steel Guitar, Dobro - einwickelt (bitte hören: "Hors La Vie" und "Little Darlin’"). Nächte im Schnee ("Nuits Blanches"), die Sehnsucht nach einem Stuhl ("Chaise À Tokyo") und nach der Liebe ("mon amour, j'ai basculé de l'autre côté" in "Little Darlin'"); Biolay schleift den Hörer mit durch die ungemachten Betten seiner kosmopolitischen Melodramen. Oh, süße Verführung!
Einen ersten Einblick in seinen Klangkosmos gewährte Biolay auf seinem Erstling "Rose Kennedy" vor zwei Jahren, wo er musikalisch auf ganz ähnliche Weise agierte und die tragische Geschichte der Kennedy-Familie nacherzählte. Biolay ist ein Verführer erster Güte. Doch es ist mehr noch diese Mischung aus Ehrfurcht und Naivität, mit der er zu Werke geht, die Benjamin Biolays Handwerk beschreiben. Der Eindruck "aus einem Guss" bleibt aus, dafür enthält seine Musik zu viele Nachgeschmäcker. Vielleicht deshalb so: Träumerei auf Sandpapier. Écoute!
 
Oliver Schwesig
> Alle Beiträge von Oliver Schwesig
 
Weitere CDs von Benjamin Biolay:
> A L'Origine
> & Chiara Mastroianni - Home
> Rose Kennedy


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