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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  37.9% |
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| eine andere |
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  20.7% |
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| Hamburg |
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  17.2% |
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| Köln |
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  17.2% |
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| München |
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  6.9% |
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CD-Review ::: Belle & Sebastian - The Life Pursuit |
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Nun also endlich wieder - im Jubiläumsjahr - ein neues Album der "besten Band Britanniens" (Rolling Stone 2000). Seit zehn Jahren "Folk-Pop" mit beinahe unerreichter Poesie über Tagträume, Jugendlieben und Sommerdepressionen. Alles interpretationsoffen, ein wenig geheimnisvoll, aber immer liebenswert.
Kein Geheimnis ist es mehr, dass dieses Glasgower Pop-Kollektiv unter Dirigentschaft von Stuart Murdoch jeden globalisierten Euro wert ist, den die Geldbörse noch rausrückt. Es mangelt an nichts, ganz viel Gitarre, Trompete, Streicher, ein wenig Piano, Schellen, Chöre und dazu der gute Smash-Beat der Sixties. Auch unter neuem Produzenten ? zuständig war diesmal Tony Hoffer (u.a. Beck, Air, Mercury Rev oder Turin Brakes) ? hat die Band nichts von ihrem einzigartigen Charme verloren. Allein ein wenig "Jugendzimmer-Atmosphäre" fehlt, es sind keine sich öffnenden Reißverschlüsse zu hören (wie beim wunderschönen "Expectations" auf dem ersten Album "Tigermilk") und auch die durchgehend tief bewegende Melancholie der ersten Alben stellt sich nicht ein (unerreicht das zweite Album "If You're Feeling Sinister"). Vielleicht ist die Band "gereift", vielleicht fehlt es aber auch an jemandem, der die zauberhafte Isobel Campbell als Gegenstück zu Stuart Murdoch zu ersetzen vermag.
Zugleich knüpft aber auch das neue Album an vorherige an, ohne tiefe Brüche erkennen zu lassen. "Missgeschicke" wie das 2002-er-Album "Storytelling" werden nicht wiederholt. Mit einigen Überraschungen bestückt, legen Belle & Sebastian vielmehr mit "The Life Pursuit" ein vielfältiges Gitarren-Pop-Album vor und vielleicht ist etwas Enttäuschung auch nur deswegen dabei, weil die Erwartungen an diese feine Band jedes mal aufs Neue über die Maße hoch sind. Eine echte Belle & Sebastian-Nummer ist z.B. das hinreißende "Another Sunny Day", der einem zugleich aufs Neue zeigt, dass die großen Erwartungen nicht auf einer Verkennung der Möglichkeiten fußen. Es scheinen keine zehn Jahre vergangen, der Song hätte auch unmittelbar auf dem Debütalbum zu finden sein können, ohne aber dass von Stagnation gesprochen werden dürfte. Auch "Funny Little Frog" ist ein echter "sofort in das Ohr Hineinkriecher", manchem vielleicht schon als aktuelle Single-Auskopplung bekannt (welche einem als Bonus die auch sehr hübschen Nummern "Meat And Potatoes" sowie "I Took A Long Hard Look? bereit hält ? beide übrigens nicht auf dem aktuellen Album zu finden!). Mit "The Blues Are Still Blue" versucht sich Stuart Murdoch als Glam-Rocker, eine waschechte T-Rex-Nummer ist das Resultat und auch das nicht schlecht. Ruhiger und damit umso schöner auch "We Are The Sleepyheads". Allein "Sukie In The Graveyard" durchbricht ? gewollt oder auch nicht - aufgrund des hohen Tempos den Rhythmus des Albums und erscheint ein wenig überflüssig. Darüber hinweg hilft dann das Lauschen auf die Texte, welche sich in Anspielungen, Zitaten und Botschaften ergehen.
Wer zumindest hinsichtlich genannter Personen nach Aufklärung verlangt, dem sei das Belle & Sebastian-Special und hier "Das Adressbuch der Liebe" im Rolling Stone (Februar 2006) ans Herz gelegt. Hier findet man zu "Dave" z.B.: "gitarrespielender Lustsklave des Mädchens Sukie". Eigentlich bleibt da nichts mehr zu sagen...
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