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CD-Review Beck Sea Change   CD-Review ::: Beck - Sea Change

Review Beck - Sea Change  
Review

Beck
Sea Change
Geffen / Universal
erschienen im September 2002
Folk-Country-Rock
 
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Bandpage

Was geht nur im Kopf des Beck Hansen vor? Immer genau dann, wenn man glaubt, wenigstens einen Teil seines Plans durchschaut zu haben, offeriert er einem, dass es überhaupt keinen Plan gibt. Wer hätte nach "Midnight Vultures" ernsthaft daran geglaubt, sein nächstes Album würde ihn wieder in die Nähe des "Midnite Vultures"-Vorgängers "Mutations" bringen? Haben wir nicht alle gedacht, das Experiment Folk-Country-Rock sei mit dem 1998 erschienenem Album "Mutations" für Beck abgeschlossen?
Nun, war es offenbar nicht. Denn "Sea Change" knüpft bereits mit den ersten Gitarren-Akkorden da an, wo uns "Mutations" verlassen hat. Nur mit Gitarre bewaffnet, zaubert der Sound-Allroundkünstler kleine, einfache und scheinbar unspektakuläre Songs auf seinem neuen Album. Wer "Mutations" nicht kennt, glaubt, eine völlig neue Facette des Beck Hansen zu entdecken. Unrecht hat er dabei nicht, denn "Sea Change" ist eine Art Konzeptalbum. Es handelt von den vielen Seiten, die Trennungen mit sich bringen und die mannigfaltigen Wege, wie und warum Trennungen zustande kommen können. Pain builds character. Joy, too. Doch Freude kommt in Becks neuen Songperlen eher weniger auf. Trennungen sind nun mal in erster Linie ein schmerzbehaftetes Thema. Dennoch: Jammern geht anders, Beck scheint sich die Tugenden von Singer/Songwriter-Göttern wie Neil Young oder Country-Ikonen wie Johnny Cash zu eigen gemacht zu haben, die dort, wo die meisten Weltschmerz propagierend weinen, laszive Lässigkeit an den Tag legen.
Unterstützt vom Produzenten Nigel Godrich hat Beck ein wunderbar irritierendes Album geschaffen, das sowohl an bekannte Tugenden anknüpft als auch neue Facetten in seiner beispiellosen Discographie liefert.
 
Ralph Buchbender
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