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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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| Berlin |
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  37.9% |
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| eine andere |
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  20.7% |
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| Hamburg |
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  17.2% |
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| Köln |
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  17.2% |
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| München |
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  6.9% |
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CD-Review ::: Beatsteaks - Living Targets |
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Gut waren sie schon immer. Das muss eine Band einfach sein, wenn ich darauf bestehe, alle ihre Platten auf Vinyl haben zu müssen. Schließlich bekommt man als Rezensent die CD's umsonst. Interessiert nicht. Wer sich so den Arsch abrockt, hat meine Kohle einfach verdient. Die Beatsteaks. Aus Berlin. Kaum zu glauben. So ein Sound kommt doch heutzutage vorzugsweise aus Skandinavien. Wenn nicht gerade Social Distortion wieder ein Album aufnehmen. Viel fehlt den Berlinern nach "Living Target" nicht mehr, um mit den Göttern des Punkrocks in einer Liga spielen zu dürfen. Social Distortion, Zeke, Beatsteaks, Bones, De Heideroosjes, Hellacopters, Cretin 66, Danko Jones, The Hives - das wäre meine persönliche Championsleague der Rock'n'Roll-Protagonisten 2002. Epitaph. Das Label darf sich auf ein tolles Jahr freuen. Denn mit Bad Religion und den Beatsteaks haben sie gleich zum Jahresanfang die Messlatte ganz hoch gehängt. Doch wo Bad Religion auf mittlerweile routiniert wirkende Methoden zurückgreifen müssen, um ein zugegebenermaßen überraschend gutes Album abzuliefern, strotzen die Beatsteaks nur so vor frechen, frischen und unverbrauchten Ideen. Nicht ganz einfach, wenn man bedenkt, welchem Boom der punkige Rock'n'Roll in den letzten Jahren ausgesetzt war. Und Protagonisten wie Gluecifer, The Hives oder Hellacopters haben ihre Arbeit bislang ganz ausgezeichnet gemacht. Kaum noch Platz für Neues? Nicht für alle. Denn da wo der Zug für den schwerfälligen Dinosaurier Bad Religion abgefahren zu sein scheint, legen die flexibleren Beatsteaks einfach neue Schienen und erschließen sich völlig neue und eigene Wege. Less Hardcore - more Melodies. Was nach einer Reduzierung des Härtegrades des Wassers klingt, ist in Wahrheit eine Besinnung auf eigene Wäsche-Stärke. Denn wer bisher noch nicht mitbekommen hat, dass Arnim Teutoburg-Weiß ein verdammt guter Sänger ist, hat jetzt die Gelegenheit, Versäumtes nachzuholen und seine Ohren freizuschaufeln für einen Gitarrensound, der nicht nur stupide nach vorne prügelt, sondern auch geschickte Seitenhiebe und Aufrechthaken zu verteilen weiß. Flexibilität ist gut, solange sie glaubwürdig klingt. Darum müssen sich die fünf Berliner nun keine Gedanken mehr machen. Beweis erbracht. Abgehakt. Wie bitte? "Not Ready To Rock"? Dem Titel ihres Openers sollte man daher keinen Glauben schenken. Die Beatsteaks rocken und schütteln die oberfetten Gitarrenriffs aus dem Ärmel, als wäre es so leicht, wie Sand zu sieben in der Sahara. Hier geht nicht einiges, hier geht einfach alles. Rockig, melodisch, dreckig, einfühlsam, glaubwürdig, bodenständig, ehrlich und zwischendurch immer wieder der nötige kräftige Tritt in die Eier. Ihr wollt Highlights? Könnt ihr haben: "Living Targets"! Wer dieses Album abbricht oder auf leise stellt, wird mit Phil Collins nicht unter zwölf Stunden bestraft. Und wenn jetzt noch Farin Urlaub in diesem Jahr zusammen mit den Beatsteaks auf Tour gehen würde - ja dann wäre es ein gar entzückend liebreizendes Rock'n'Roll Jahr 2002. Ich habe aber auch so schon Spaß genug.
Ralph Buchbender
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