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CD-Review Bauhaus Gotham   CD-Review ::: Bauhaus - Gotham

Review Bauhaus - Gotham  
Review

Bauhaus
Gotham
KK Records / Zomba Records

Pop / Wave
 
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Nein, das ist nicht einfach nur das Absahnen zum Weihnachtsgeschäft! "Gotham" ist viel mehr, einerseits Phänomen (Nach fast zwanzig Jahren sind sie plötzlich wieder live zu hören.), andererseits ein Geschenk an Zuspätgeborene und die, die den Geist der End-Siebziger, Anfang-Achtziger noch einmal oder zum erstenmal spüren wollen.
England, Ende '79: Joe Jackson kommt mit seinem ersten Hit "I'm The Man", Nine Nine Nine sind mit x Veröffentlichungen eine der angesagtesten Punk-Bands, Blondie bringen "Eat To Beat", die Stranglers "The Raven", man könnte stundenlang so weitermachen. Bauhaus schwammen mitten im brodelnden Musikgeschehen und waren die Kult-Band im Spannungsfeld zwischen Punk, Pop und Wave, existierten knappe fünf Jahre, und lösten sich '83 auf. Nicht allerdings ohne hunderte von Bands beeinflußt zu haben, und so zählen auch heute noch viele Größen zwischen Wave, Gothic und Pop Bauhaus zu ihren Vorbildern. Verschwunden waren sie denn auch nie so ganz, und auch heute noch kennen kaum zwanzigjährige den Namen der Band. Kein Wunder, finden sich doch Hits wie "Bela Lugosi's Dead", "She's In Parties" oder "The Passion Of Lovers" mit schönster Regelmäßigkeit (wohlgemerkt noch, und nicht erst wieder) unter den dauergefragten Tanzflächenfüllern vorwiegend düsterer Discos.
Im vergangenen Jahr ('98) bewahrheiteten sich nun erstmals Gerüchte über eine Reunion, die Band spielte sich ausverkauft durch einige Großstädte und ein Auftritt im New Yorker Hammerstein Ballroom wurde mitgeschnitten. Natürlich spielen sie ihre alten Hits, covern "Severance" von Dead Can Dance, geben den ca. 100 Minuten einen angenehmen, nicht zu rauhen Livesound und bannen das ganze nebst einer Studio-Version von "Severance" auf eine Doppel-CD...
...und dann hat das Ganze plötzlich doch wieder was mit Weihnachten zu tun, denn ein schöneres Geschenk (Geht wohl auch an normalen Tagen!) kann ich mir kaum vorstellen.
 
Dirk Jessewitsch
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