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CD-Review Bandaloop Twin   CD-Review ::: Bandaloop - Twin

Review Bandaloop - Twin  
Review

Bandaloop
Twin
India / Alive (Vertrieb)
erschienen im März 2002
Pop / Elektropop / TripHop
 
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Bandpage
Letzte News ::: 13.02.2002

Nach ihrer Trennung vom Major und ihrem Gitarristen haben die beiden Bandalooper Sarah Doering und Arnd Fischer sich erst einmal rar gemacht. Das war sicherlich nicht zum Schlechtesten, denn nun, mit einem neuen – kleinen – Label haben sie sich den Freiraum erobert, den ihnen der Majordeal genommen hatte. Das Problem der nicht klaren Einordnung in eine Schublade, mit Ausnahme der auf elektronischen Sounds basierenden, ist nach wie vor gegeben. Aber von einem Problem zu sprechen gehört in diesem Fall in die Vergangenheit, denn Probleme schienen nur die Marketingleute zu haben und weniger das Publikum, das Bandaloop auch als Vorgruppe zu Lamb genießen konnte.
"Twins" heißt der nun bei India Records aus Köln erschienene Nachfolger zu "Aromatic". Schon mit dem ersten Track "You Suck", der auch als erste Single erscheint, knallen die Erwartungen derer, die das Chartkompatible von Bandaloop erwarten, auf eine Wand aus krachenden Sounds. "Die Idee dahinter ist, dass ich gerne von Leuten umgeben bin, die mal ein bisschen anstrengend sein dürfen. Oft denke ich: Mann, ist der oder die peinlich und nervt. – Aber wenn es solche Leute nicht gäbe, wäre es einfach langweilig. Das sind doch oft auch die spannenden, schillernden Menschen. Die Originellen sind häufig auch eben die Kompliziertesten." sagt Sarah dazu und damit trifft sie auch die Nadel in die Rille bei "Twin". Die 13 Songs wandern wie immer zwischen den verschiedensten Polen von ruhig bis hektisch, von fast akustisch bis sirrend elektrifiziert und nerven mal und amüsieren, sind aber immer schillernd, originell und kompliziert. Schön, dass der Major sich die Zähne ausgebissen hat, als es darum ging, die Ecken und Kanten rund zu schleifen.
 
Carsten Bäumer
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