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CD-Review ::: Bad Brains - Banned In D.C. – Bad Brains Greatest Riffs (pro) |
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Die Bad Brains sind das, was viele Leute als "Kult" bezeichnen würden. Kult deshalb, weil sie es trotz ihres riesigen Einflusses auf Punk-Rock, Hardcore und Alternative nie schafften, über einen Underground-Status hinauszukommen. Kult auch, weil sie ihre eigene Karriere in den 90ern durch schlechte Alben ("God Of Love"), Sängerwechsel (ex-Faith No More Sänger Chuck Mosely kam 1990 für HR, der dann 1995 wieder zurück kehrte), Drogeneskapaden und Auflösung ruinierten. Und natürlich Kult, weil sie mit ihrem bekanntesten Album "I Against I" (1986) eine bis dato unbekannte Mischung aus Rastafari und Punk etablierten. Dass die vier schwarzen Dreadlock-Freaks ihrer Zeit lange voraus waren, zeigt "Banned In D.C.". Mit einem Schwerpunkt auf den Frühwerken "Bad Brains" und "I Against I" und totaler Aussparung der 90er finden Einsteiger und Fans hier die besten Songs der Band, ohne die No Doubt oder die Red Hot Chili Peppers sich wohl sehr anders anhören würden. Eine gewisse Toleranz setzen die Bad Brains allerdings auch heute noch beim Hörer voraus: Die Reggae-Einflüsse werden speziell für Fans der harten Fraktion schwer verdaulich sein. Stärker vertreten sind jedoch die Punk-Eruptionen und die erinnern immer wieder an die DC-Kollegen von Minor Threat oder die Westcoast-Variante Dead Kennedys. Guter Stoff also.
Thorsten Wilms
> Alle Beiträge von Thorsten Wilms
Weitere CDs von Bad Brains:
> Banned In D.C. – Bad Brains Greatest Riffs (contra)
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