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CD-Review ::: Ayreon - The Final Experiment |
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Auf eine mittlerweile zehnjährige Karriere kann der niederländische Musiker Arjen Lucassen in Sachen Ayreon nun schon zurückblicken. Ein Jahrzehnt, das der Multiinstrumentalist mit bombastischen Werken bereichert hat, die auch schon mal über das angepeilte Ziel hinausgeschossen sind. Denn Lucassen produzierte - nach seiner Auffassung - keine simplen Alben, sondern stets Rock-Opern. Die erste dieser Art erschien auf einer CD mit dem Titel "The Final Experiment" und mit deren Wiederveröffentlichung schließt InsideOut Music nun den fünf Alben umfassenden Ayreon-Backkatalog.
Wie die später folgenden Stories war auch "The Final Experiment" überladen mit einem Hauch von Schwulstigkeit und einem musikalischen Wechselbad aus Folk und symphonischen Rock-, Metal- und Hard-Rock-Elementen. Allerdings war schon beim Erstling deutlich hörbar, dass es Lucassen nicht nur um das Zusammenkleistern verschiedener Elemente ging. Hier war kein reiner Effekthascher am Werk, der als Art-Rocker gefeiert werden wollte. Nein, Lucassen hatte ein ernsthaftes Projekt vor Augen und um das zu realisieren lud er zahlreiche hochkarätige Gastmusiker ins Studio. Als Ergebnis entstand mit "The Final Experiment" ein musikalisches Abenteuer, auf dem voller Hochachtung, der (akustische) Hut vor Bands wie Pink Floyd, Emerson Lake and Palmer, Led Zeppelin oder Queen gezogen wurde. Dabei ist auch zu beachten, dass es ihm gelang, die richtigen Stimmen einzusetzen, um einen dramatischen Aufbau fortzusetzen. Ich bin heute noch der festen Überzeugung, dass die Wahl, einen Song wie "Sail Away Avalon" von Golden Earrings Barry Hay interpretieren zu lassen, die einzig richtige war.
Schön also, dass "The Final Experiment" wieder käuflich zu erwerben ist. Noch schöner aber ist die Tatsache, dass sich der Meister bei der Wiederveröffentlichung nicht auf ein, zwei zusätzliche Bonustracks beschränkt hat. Bei der vorliegenden Reissue gibt es nämlich eine zusätzliche Semi-Acoustic CD! Insgesamt neun Stücke aus "The Final Experiment" wurden hier mit zahlreichen Musikern, Sägerinnen und Sängern neu eingespielt und das, was dabei rausgekommen ist, kann nur als "edel" bezeichnet werden. Durch die Reduzierung des Instrumentariums und dessen bevorzugt akustischen Einsatzes ist eigentlich ein komplett neues Album entstanden.
So sollten Widerveröffentlichungen immer sein.
Norbert Striemann
> Alle Beiträge von Norbert Striemann
Weitere CDs von Ayreon:
> The Human Equation (2) > Universal Migrator Part I & II > The Human Equation
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