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CD-Review ::: Ayreon - The Human Equation (2) |
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Arjen Lucassen haut mal wieder so richtig auf die Kacke und bringt, nachdem er mit seinen beiden anderen Projekten Ambeon und Star One beschäftigt war, wieder ein neues Konzeptalbum unter dem Banner Ayreon heraus. Diesmal hat sich der Gitarrist thematisch der sieben Todsünden angenommen, die alle als Charaktere von einer fantastischen Sängerriege interpretiert werden. Natürlich dürfen hier dazu weder die Hauptperson, noch die Frau des Hauptprotagonisten und sein bester Freund fehlen und auch an den Anlass, sich zu der einen oder anderen Sünde hinreißen zu lassen, steht in Form von Saviour Machine s Götterstimme Eric Clayton bereit. Mit James LaBrie (Dream Theater), Mike Baker, Irene Jansen, Devon Graves (Dead Soul Tribe), Devin Townsend (ex-Strapping Young Lad), Magnus Eckwall, Heather Findlay, Marcela Bovio und Mikael Akerfeldt hat sich hier eine illustre Mannschaft zusammengefunden und auch wenn man noch keinen Ton dieses neuen Meisterwerks gehört hat, weiß man eigentlich, was die Zusammenstellung dieser Künstler mit dem genialen Hirn Lucassens bedeutet: Pflichtkauf. Die Stücke verlieren sich immer wieder in sich selbst, verbinden dezente progressive Elemente mit dynamisch-sphärischen Momenten zu einer ganz eigenen Welt. Ambient, Rock, Heavy - im Grunde bietet diese Scheibe, die auch als limitierte Doppel-CD erschienen ist - alles, was wirkliche Kunst in akustischer Form ausmacht. Nicht nur gerades Draufgebatsche, damit's auch jeder kapiert, dass gerade der Refrain angefangen hat, nicht nach der dritten Hookline das obligatorische Solo und hintendrauf eine pseudo-dramatische Bridge. "The Human Equation" ist ein einziger musikalischer Fluss, der die Gedanken des Hörers automatisch in selbigen bringt, ebenso auch das Gefühlsleben. Verglichen mit den vorangegangenen Ayreon-Langrillen, ist diese stilistisch wie eine Zusammenfassung, sowohl die enorm zarten und atmosphärischen Eckpfeiler von "The Electric Castle" kommen zum Tragen, als auch die erhabeneren, orchestralen und symphonischen Momente wie sie etwa auf dem Debüt zu finden waren. Tja, Arjen Lucassen zeigt mal wieder, dass man als Gitarrist nicht zwangsläufig bloß durch die Gegend riffen und alles andere in Grund und Boden spielen muss. Ein absolutes Meisterwerk!
Eva-Maria Übelhack
> Alle Beiträge von Eva-Maria Übelhack
Weitere CDs von Ayreon:
> The Final Experiment > Universal Migrator Part I & II > The Human Equation
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